background
Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Dienstag, 30. Januar 2018

Studierende präsentieren Visionen für Aussichtsturm

Viele spannende Ideen brachten die Studierenden des Studiengangs Konstruktiver Ingenieurbau für einen Aussichtsturm nach Wangen.

Faszinierende Ideen für einen Aussichtsturm auf dem Gelände der Landesgartenschau 2024 haben Studierende der Hochschule für Technik in Stuttgart vorgestellt. Sie sind jetzt im Gästeamt zu sehen.

Acht Entwürfe hatten die angehenden Bauingenieure entwickelt. Als Standort hatte sich die Gruppe nach einem ausführlichen Rundgang über das Landesgartenschauareal im Oktober 2017 das Schönbühl oberhalb des Argen-Prallhangs bei der Auwiesensiedlung ausgesucht. Der Grund, der diesen Punkt für alle interessant machte, ist der Rundumblick von dieser Anhöhe: Richtung Altstadt, Richtung ERBA und Richtung Berge. Ein Entwurf war mit einer Höhe von 80 Metern veranschlagt, der sogar noch den Blick auf den Bodensee ermöglichen würde, wie es bei der Vorstellung hieß.

Träume und Visionen können helfen

Oberbürgermeister Michael Lang sprach von einer schönen Vision. Denn an zwei Dingen mangle es der Stadt Wangen derzeit mit Blick auf einen solchen Turm: Es gibt dort kein Baurecht, weil es sich beim Schönbühl um den Außenbereich handelt. Zudem sei völlig unklar, was ein solcher Turm kosten könnte und deshalb könne es derzeit auch keine Finanzierung geben.  Dennoch erinnerte er an Landesgartenschauen in Stuttgart am Killesberg und kürzlich in Schwäbisch Gmünd, wo Aussichtstürme eine große Anziehungskraft hatten und bis heute viele Menschen anlocken.  „Vom Schönbühl aus kann man die ganze Welt sehen“, sagte OB Lang. Auch der „wunderschöne Naturraum rund um den Schwarzensee“, der kaum begehbar sei, könnte von dort oben überblickt werden. „Um weiterzukommen, helfen Ideen und Träume“, sagte er und dankte den Studierenden für die Mühe, Arbeit und Begeisterung, die sie in das Projekt gesteckt hatten.

Große Vielfalt

Jede Studierenden-Gruppe hatte ein Modell gebaut und ein Plakat erarbeitet, auf dem die Konstruktion erklärt wurde. Die Bandbreite war riesig. Ein Objekt zeigte eine lange Treppe, die auf einer Stahlkonstruktion ruht und weit über den Hangtrauf ragt. Andere Türme zeigen filigrane Konstruktionen über drei Ecken oder über Rauten, die jeweils unterschiedlich die Treppen nach oben führen. Die Idee eines weiteren Turms lehnt sich an die eines Geschlechterturms an, wie man sie aus dem Mittelalter in Italien kennt. Zwei Objekte nahmen eine Spindel, ein weiteres die Weberei und noch eines die Spinnerei als Ideengeber für ihre jeweilige Form. Und ein Turm neigt sich genau 24 Grad über den Prallhang, wobei 24 für 2024 steht.

Prof. Rolf Kicherer von der Hochschule für Technik dankte nicht nur seinen Studierenden für ihren Einsatz, sondern auch der Stadt Wangen, namens Stadtplanerin Melanie Griebe für ihr Engagement in der Zusammenarbeit.

Info: Die Objekte werden nun im Gästeamt der Stadt Wangen ausgestellt. Sie sind dort bis zum Fasnetsmontag, 12. Februar 2018, zu den Geschäftszeiten montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu sehen.