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Montag, 4. März 2019

Themen Bus und Bahn bestimmen Zunftmeisterempfang

Impressioen vom Zunftmeisterempfang und das Ruftaxi der Haslacher Narrenzunft

Volles Haus, launige Sprüche und viel Lob für das Landschaftstreffen der VSAN vor Kurzem in Wangen haben den Zunftmeisterempfang 2019 im Wangener Rathaus ausgemacht.

Oberbürgermeister Michael Lang nahm sich vor allem die Themen Bahn, Bus und Öffentlicher Personennahverkehr vor. 

Der Narrenzunft erteilte er den Auftrag, nach der Fasnet Ordnung in das gesamte Chaos zu bringen, denn schließlich seien die Narren ja als häufige Busnutzer in der Lage, Busse zu organisieren. Lang überreichte dazu Zunftmeister Wolfgang Tengler einen roten Bus mit einem "noch nicht genehmigten Kennzeichen": WG-KI 2019. „Ich weiß ja, dass viele gern ein WG-Kennzeichen hätten. Aber wofür steht KI? Wird Kißlegg doch an Wangen angehängt? Oder steht KI für Künstliche Intelligenz – doch was hat Kißlegg mit künstlicher Intelligenz zu tun?“ – Die Antwort ließ Lang offen. Und da die Narrenzunft Hudelmale aus Kißlegg dieses Mal nicht dabei war, muss die Frage auch bis auf Weiteres offen bleiben. Offen blieb auch die Frage, ob die Hudelmale womöglich am Bahnhof in Kißlegg standen und auf den Zug nach Wangen warteten, der zur Zeit nicht fährt. 

OB Lang nahm sich die Bahn vor und fragte, wie es sein könne, dass sie Zugausfallquoten von 1 bis 2 Prozent vermelde, wenn gleichzeitig im Allgäu gar kein Zug fährt: „Da reibt man sich Augen“, sagte er. Einen Dank sprach er der Haslacher Narrenzunft aus, die am Wochenende das Bauhoffahrzeug zum Narrenbus umfunktionierte. „Narrenzünfte retten den ÖPNV“, sagte er. 

Zunftmeister Wolfgang Tengler dankte für den roten Bus, nahm den Auftrag zu ÖPNV-Organisation an und sagte, der Wangener Narrenzunft Kuhschelle weiß-rot sei schon lange klar, dass Kißlegg ein Vorort von Wangen sei. 

Auch der Chor des Gemeinderats nahm sich des Verkehrsthemas an: Weshalb es bei der B32-Unterführung nicht vorangehe – dafür werde noch der Schuldige gesucht. „Vielleicht fehlte es einfach am Planer“, hieß es da. „Die Busse fahren im falschen Takt“, stellten die Räte fest und meinten, es brauche Hirnschmalz, um das richtig zu organisieren – das gelte auch beim Parkverkehr.

Verstärkt wurde der Chor durch Raphael Osmakowski-Miller, Zunftmeister der Saulgauer Doraus-Zunft. Er kommentierte anschließend die Feststellung der Gemeinderäte, dass alle Probleme hätten, die Listen für die Kommunalwahlen vollzukriegen mit den Worten: „Wenn ihr dia singa höret, wundert oin nix, wieso die koine Kanidate findet.“  Er lobte zudem die Wangener Zunft für das wunderschöne Landschaftstreffen vor rund vier Wochen.

Erstmals war die Mondfängerzunft aus Wangen vom Untersee am Fasnetsmontag in Wangen im Allgäu dabei. Für die fetzige Musik rund um den Zunftmeisterempfang sorgten die Dilldabba-Schalmeien aus Kißlegg.