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Samstag, 16. Dezember 2017

Tourismus spült 240 Millionen Euro in die Region

Die Studie “Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Ferienregion Allgäu-Bodensee” zeigt, die Bedeutung des Reisesegments für unsere Region.

Im Rahmen der jährlichen  Verbandsversammlung des Tourismus-Zweckverbandes Ferienregion Allgäu-Bodensee wurde die Studie “Wirtschaftsfaktor  Tourismus in der Ferienregion Allgäu-Bodensee” vorgestellt.
Dr. Bernhard Harrer, Vorstand des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif), stellte die Studie vor, die der Verband in Auftrag gegeben hatte. Untersucht werden sollte, was der Tourismus der Region überhaupt bringt. Diese Informationen sind für die Tourismusverantwortlichen wichtig zur Erfolgsmessung, zur Begründung von Investitionen, zur Bewusstseinsbildung bei Einheimischen, wie auch zur Überzeugung von Leistungsträgern und dienen der tourismuspolitischen Entscheidungsfindung.

Berechnet wurde zuerst, wieviel Tourismus überhaupt stattfindet. Dazu wurden sowohl dwif-Grundlagenstudien also auch statistische Sonderauswertungen wie auch Daten und Analysen in der Region zu Grunde gelegt.

Die Ferienregion Allgäu-Bodensee, zu der sich 14 Gemeinden des Württembergischen Allgäus zusammengeschlossen haben, weist Übernachtungen von rund 1,339 Mio.auf. 40 Prozent der Übernachtungen entfallen auf Vorsorge- und Rehakliniken, gefolgt von 16 Prozent Camping- und Reisemobilisten. Hotels, Gasthöfe und Pensionen machen knapp 30 Prozent aus und die Privatvermietung, also Ferienwohnungen bis neun Betten 14 Prozent.

3,8 Millionen Tagesbesucher jährlich

Auch der Tagestourismus ist für die Region von hoher Bedeutung. So wurden hierzu 3,8 Mio. Tagesbesucher errechnet. Interessant wird es, wenn man die Ausgaben, die die Gäste vor Ort tätigen, zusammenrechnet. Nach der Berechnung des dwif gibt ein Tagesbesucher rund 24 Euro am Tag aus. Ein reisemobiler Gast beispielsweise rund 30 Euro pro Tag und ein im Hotel übernachtender Gast 136 Euro. So werden die Aufenthaltstage (5,139 Mio.) mit den Ausgaben in dem jeweiligen Segment berechnet, was der Region Bruttoumsätze in Höhe von 244 Mio. Euro beschert. Direkte Profiteure davon sind mit 45 Prozent das Gastgewerbe, mit 23 Prozent der Einzelhandel sowie zu einem Drittel der Dienstleistungssektor. Zieht man die Mehrwertsteuer in Höhe von über 20 Mio. Euro ab, verbleibt ein Nettoumsatz von über 223 Mio. Euro.

Interessant ist ein Blick auf den Beschäftigungseffekt durch den Tourismus. Davon können laut Studie 4550 Personen ein durchschnittliches Primäreinkommen pro Kopf beziehen.