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Sonntag, 13. Mai 2018

Verkehrsminister besucht Automobilspezialisten

Spannende Einblicke hat Verkehrsminister Winfried Hermann jetzt aus Wangen im Allgäu mitgenommen. Grund dafür war sein Besuch bei SPS Smart Power Systems, den die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Petra Krebs arrangiert hatte.

Am Ende des rund eineinhalbstündigen Besuchs bekannte der Minister viel Neues in Sachen Automotive-Branche erfahren zu haben. Und das will einiges heißen, denn Hermann ist häufig im Gespräch mit Unternehmen dieses Industriezweigs. Zunächst hob Smart Power Systems-Geschäftsführer Horst Hammerer hervor, wie viel Unterstützung sein Unternehmen von der Stadt Wangen bekommen habe. Mit Blick auf Oberbürgermeister Michael Lang, der sich ebenfalls eingefunden hatte, sagte Hammerer: „Sie haben uns das Gefühl gegeben, Microsoft würde nach Wangen kommen.“

SPS gehört mit seinen Test-Equipments für die Automobilindustrie zu den ständig wachsenden Unternehmen in der Stadt. 2012, als das Unternehmen aus SET Power Systems heraus gegründet wurde, hatte es fünf Mitarbeiter, 2015 beim Einzug ins eigene Gebäude 30 und jetzt sind es 65, wie Geschäftsführer Dr. Tobias Schelter ausführte. Als das Unternehmen im vergangenen Jahr einen weiteren Neubau im Waltersbühl bezog, war das zweite Geschoss eigentlich auf Vorrat angelegt. Inzwischen ziehen bereits nach und nach neue Mitarbeiter dort ein – und zwar monatlich. Und es könnte noch schneller gehen, wenn es mehr Fachkräfte auf dem Markt gäbe, sagte Schelter.

SPS stellt Unternehmen in der Automobilindustrie hochinnovative Produkte in der Leistungselektronik und Prüftechnologie für elektrische Antriebssysteme zur Verfügung. SPS nutzt dafür Knowhow, das die führenden Köpfe in der Luftfahrtindustrie gesammelt haben. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der AVL List GmbH und SET Power Systems. Diese Verbindung ermöglicht es dem Wangener Unternehmen, weltweit zu agieren und inzwischen auch auf dem chinesischen Markt unterwegs zu sein. „China pusht die Elektronik auf dem Markt“, hieß es. Aber noch immer seien die deutschen Unternehmen jene, die den technologischen Fortschritt voranbringen.

Was sich in den vergangenen Jahren entscheidend verändert habe, sei die Spannung, mit der gearbeitet wird. Sie sei heute zehnmal so hoch wie noch vor wenigen Jahren. Mit Blick auf die Zukunft sagte Hammerer, viel entscheidender als bisher werde der Inverter in einem Fahrzeug. Wohin sich das Auto der Zukunft entwickelt, sei heute noch nicht klar, sagte Schelter. Ob  Elektrofahrzeug oder Brennstoffzelle – das werde die Entwicklung werde es zeigen müssen.