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und Wohlfühlen
Samstag, 30. Mai 2020

Verlegung des Wohnmobilstellplatzes aufgeschoben

Auch die Stadt Wangen hat den den Wohnmobilstellplatz wieder geöffnet. Allerdings werden mit Rücksicht auf die Anwohner die An- und Abfahrzeiten auf den Zeitraum von 6 bis 22 Uhr beschränkt. Zusätzlich sollen die Besucherzahlen entzerrt werden, indem Wohnmobilisten eine Nacht kostenfrei auf dem P 14 parken können.

Diese Maßnahmen sind unmittelbare Folgen aus den Einbußen, die sich durch die Schließungen wegen Corona ergeben. Denn ursprünglich war geplant gewesen, den Wohnmobilplatz in diesem Jahr auf den Parkplatz P18 „Rote Erde“ zu verlagern.

Wegen zu erwartender Einschnitte bei den Gewerbesteuereinnahmen und der deshalb bestehenden Haushaltssperre kann die Stadt derzeit aber nur laufende Baumaßnahmen abschließen, jedoch keine neuen beginnen. Deshalb muss auch die geplante Verlegung aktuell „auf Eis gelegt“ werden. Dass der Wangener Wohnmobilstellplatz bei den Gästen beliebt und das Allgäu als Destination auch gerade jetzt wieder gefragt ist, lässt sich an den vielen Anrufen im Gästeamt ablesen. Leiterin Belinda Unger sagt dazu: „Derzeit fragt jeder dritte Anrufer bei uns nach dem Wohnmobilstellplatz.“

Die Gäste, die mit dem Reisemobil anreisen, sind für die Stadt immer sehr wertvoll, denn sie bilden einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor wie Belinda Unger weiter ausführt. Gerade jetzt, wo Gastronomie und Einzelhandel besonders gebeutelt seien, könnten diese Gäste zusätzliche Kaufkraft in die Stadt bringen. Zur Illustration präsentiert sie Zahlen aus dem Jahr 2019: „Wir hatten im vergangenen Jahr 13 825 Übernachtungen auf unserem Stellplatz. Das sind 13 Prozent unserer touristischen Übernachtungen“, sagt Belinda Unger. Und sie rechnet vor: Ein reisemobiler Gast gebe durchschnittlich 40 Euro pro Tag aus, womit in Wangen eine Summe von 550 000 Euro liegen bleiben, die zu 40 Prozent in der Gastronomie, zu weiteren 40 Prozent im Einzelhandel und zu 20 Prozent in Freizeitaktivitäten fließen würden. „Wir dürfen unseren Wangener Gastronomiebetrieben und dem Einzelhandel diese dringend benötigten Einkünfte nicht vorenthalten“, sagt die Gästeamtsleiterin.