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Dienstag, 29. Mai 2018

Vhs bietet Kunstfahrt nach Bad Saulgau an

Die Ausstellung „Gestrandet in Oberschwaben“ in Bad Saulgau ist das Ziel einer Kunstfahrt am Freitag, 22. Juni 2018 von Vhs Leutkirch und Volkshochschule Wangen im Allgäu.

Abfahrt mit dem Bus ist um 13 Uhr bei der Hutter-Garage in der Leutkircher Sudetenstraße. Um 13.30 Uhr hält der Bus in Wangen (Hinteres Ebnet). Ausstellungsleiter Andreas Ruess wird die Gruppe aus dem Allgäu durch die Ausstellung im Saulgauer Alten Kloster führen.

Ruess zeigt dort Arbeiten einer von Krieg und Flucht in besonderer Weise betroffenen Künstler-Generation. Paul Heinrich Ebell, André Ficus, Erwin Henning, Hans Hoehl, Werner Rohland, Alfred Schwarz, Herbert Vogt und Wolfgang Wolfgang von Websky sind in der Schau vertreten – allesamt Künstlerpersönlichkeiten, die das Leben und der Krieg nach Oberschwaben verschlagen haben. Andreas Ruess, ambitionierter Ausstellungsmacher in der Saulgauer „Fähre“, setzte sich in den letzten Monaten auf die Fährte dieser in mancher Hinsicht „verlorenen Generation“  und sammelte die Arbeiten für seine Ausstellung höchstpersönlich ein. So hängte er im Wangener Hinderofenhaus einige Bilder von Wolfgang von Websky ab – und im Leutkircher großen Sitzungssaal fehlen derzeit zwei große Landschaftsbilder des Leutkircher Künstlers und Ehrenbürgers Erwin Henning, der mit insgesamt sieben Werken in der Ausstellung vertreten ist. Bei der Vernissage konnte sich Andreas Ruess über einen überwältigenden Zuspruch der oberschwäbischen Kunstfreunde freuen. Nun bietet die vhs Leutkirch Kunstinteressierten aus dem Allgäu diese Kunstfahrt an.

Nachdem der Bodensee schon Anfang des 20. Jahrhunderts sich zu einem Refugium für Künstler entwickelt hatte, ergab sich nach 1945 auch in Oberschwaben und im  Allgäu eine ähnliche Entwicklung. Zahlreiche Künstler,  insbesondere aus den deutschen Ostgebieten,  haben vor allem in der unmittelbaren Nachkriegszeit hier eine neue Heimat gefunden. Die Kunstlandschaft Oberschwaben mit ihrer fast schon legendären, 1947 gegründeten Künstlervereinigung Sezession Oberschwaben-Bodensee (SOB) wäre nicht denkbar gewesen ohne die vielen Maler und Bildhauer, die es etwa aus Berlin oder Sachsen hierher verschlagen hat.  Am Beispiel von Paul Heinrich Ebell, André Ficus, Erwin Henning, Hans Hoehl, Werner Rohland, Alfred Schwarz, Herbert Vogt und Wolfgang von Websky erinnert die Ausstellung an diese Künstler-Generation, die nach schweren Schicksalsschlägen an ihren neuen Wirkungsstätten das Kunstgeschehen der Nachkriegszeit maßgeblich mitbestimmt hat.

Interessierte können sich bei der vhs Leutkirch telefonisch oder per E-Mail anmelden (7561 87187, vhs @leutkirch .de oder über www.vhs-leutkirch.de).

Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier