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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Samstag, 3. März 2018

Von Weißrussland nach Wangen gekommen

Oft sind es die kleinen Episoden am Rande, die dem Wangener Ostereiermarkt das liebenswerte Flair geben. Im Mittelpunkt einer solchen Geschichte um den 37. Wangener Ostereiermarkt steht Siarhei Rabtsevich aus Weißrussland.

Er kommt aus Novo-Polozk, einer Stadt zehn Kilometer von der Friedrichshafener Partnerstadt entfernt. Mitgebracht hat ihn Fedaruk Ivan. Der Geschäftsmann aus Polozk verdient sein Geld mit dem Abbau von aufgelassenen Ziegeleien im Westen und dem Aufbau derselben andernorts. Er war bei einem seiner Besuche auf den Wangener Ostereiermarkt aufmerksam geworden,  erklärt Uwe Lenz aus Friedrichshafen, der im Wechsel mit anderen Freunden Polozks bei der Kommunikation hilft.

Ostereiermärkte sind für den weißrussischen Künstler noch Neuland. In Deutschland war er noch nie – geschweige denn in Wangen oder Friedrichshafen. Ursprünglich stellte er so genannten Matrjoschkas, die „Puppe in der Puppe“ her. In Wangen präsentiert er in Aquarelltechnik gemalte Eier überzogen mit Lack. Sie zeigen  unter anderem ländliche Szenen, aber auch den Lindauer Hafen. Seine Vorlagen bezieht er von Bildern, aus dem Internet, manchmal auch von Menschen, die ihm ein Porträt vorlegen, das er auf ein Ei pinselt.

Rabtsevich ist einer von 50 Künstlern, die beim Wangener Ostereiermarkt im Rathaus ausstellen. Der Markt dauert noch bis Samstag, 3. März 2018, 17 Uhr. Eintritt für Erwachsene 1 Euro, Kinder unter 18 Jahren sind frei.