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Sonntag, 4. August 2019

Wangen feiert die Kultur und Italien

Das bunte Programm der Kulturnacht 2019 aus 50 Veranstaltungen an 18 Orten in der Stadt hat am Freitag viele hundert Menschen angelockt. Auch der Italienische Abend mit Kultur und Kulinarischem aus Prato am Samstag erwies sich als Publikumsmagnet.

Auch die 17. Auflage der Wangener Kulturnacht war ein voller Erfolg. Der Zuspruch des Publikums schien ungebrochen hoch zu sein.

Gleich zu Beginn sang beispielsweise DeChor in der evangelischen Stadtkirche und zog so viele Menschen an wie sonst der Gottesdienst an Heiligabend. So mancher zog es daher vor, vom Garten aus hinter der Kirche aus zu lauschen - ein Platz der ohnedies von der Kirchengemeinde selber bespielt wurde. Sabine Sellschopp hatte mit dem Gartenteam wieder viele Zitate zum Thema Garten an Schnüren aufgehängt, die "gepflückt" und mitgenommen werden durften.

Der Chor aus Deuchelried wurde durch die Württembergische Opernbühne abgelöst, die einem kunstsinnigen Publikum Chöre durch die Jahrhunderte vortrug. "Volles Haus" hieß es oft an diesem Abend -zum Beispiel bei den Festspielen Wangen, die ein Medley aus allen drei Stücken vortrugen. Aber auch bei der Bigband des Jazzpoint an der Stadtmauer. Die Chorgemeinschaft Wangen und die Modern Voices aus Kißlegg füllten den Spitalhof nicht nur mit ihrem Gesang, sondern zogen auch viele Freunde des Chorgesangs an.

Im Innenhof der Badstube drängten sich die Menschen bei Jazzmatix, präsentiert vom Altstadt- und Museumsverein und die Ausstellung zum Schulanfang in der Badstube erwies sich als Besuchermagnet.

Auch Siegfried Spangenberg, der in diesem Jahr letztmals Gedichte in der Bücherei im Kornhaus rezitierte, zog ein großes Publikum an. Die Stühle reichten nicht, um allen Interessierten einen Sitzplatz zu  bieten. Am Saumarkt hatten die Saloniker ebenso ihr Publikum wie die Männer des Wangener Horn8tersBrass oder Brass  and Movie und die BLUES-Band, die bis Mitternacht mit Rockmusik der 60er und 70er Jahre einheizte.

Sehr gut gefüllt war auch beim 17. Mal die St.Martinskirche, wo Georg Enderwitz an der Rieger-Orgel spielte und mit launigen Bemerkungen für beste Unterhaltung sorgte. Sein Part ist ebenso eine feste Säule der Kulturnacht wie die Theatergruppe Kiesel, die dieses Mal mit Hajo Fickus und Monika Schüler im Foyer der Martinstorschule auftrat und das Altern eines Schauspielers thematisierte.

Wie immer war es nicht möglich, alle Auftritte und Ausstellungen wahrzunehmen. Doch das ist auch nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung, wie Kulturamtsleiter Hermann Spang bei der Begrüßung auf dem Marktplatz sagte.

Wie beim Italienischen Abend am folgenden Samstag trugen auch bei der Kulturnacht die Freunde aus der italienischen Partnerstadt Prato zum Gelingen bei. Egal, ob sie mit klassischer Musik oder heißem Rock antraten - sie sorgten wie immer für hochkarätige Unterhaltung. Nicht zu reden von den kulinarischen Köstlichkeiten, die sie an beiden Abenden auf dem Marktplatz anboten.