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Sonntag, 23. August 2020

Wangen kann sich weiter Fairtrade Stadt nennen

Freuen sich gemeinsam über die erneute Rezertifizierung Wangens zur Fairtrade Stadt: Susanne Drescher, Harald Drescher, OB Michael Lang, Josef Fussenegger, Daniela Notz, Bernhard Baumann, Doris Schnorr, Sonja Opfermann, Susanne Müller und Sarah Schlumpberger (von links). Foto: Stadt Wangen

Die Stadt Wangen ist zum dritten Mal als Fairtrade Stadt rezertifiziert worden. Die Organisation, die diese Auszeichnung vornimmt, Transfair, hat der Stadt die Urkunde zugesandt. Die Stadt ist damit eine von insgesamt fast 700 Fairtrade Kommunen in Deutschland.

Oberbürgermeister Michael Lang bedankte sich bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe für ihr Engagement. „Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und für Ihr Dranbleiben an diesem Thema“, sagte er beim Fototermin zur Feier der Urkundenübergabe. Produkte aus fairem Handel seien in den vergangenen Jahren in den Angeboten der Geschäfte immer öfter anzutreffen, sagte er. Von Beginn der Fairtrade-Arbeit an hatte die Stadt Wert daraufgelegt, den Gedanken der fairen Produktion auch in Bezug auf die Region zu sehen. Es habe sich gerade jetzt in der Zeit der Corona-Krise gezeigt, wie wichtig neben der globalen Vernetzung auch der regionale Bezug sei, sagte OB Lang.

Den Wangenern sind die Mitglieder der Fairtrade-Steuerungsgruppe, die städtischerseits von Öffentlichkeitsarbeiterin Susanne Müller betreut wird, von vielen Aktivitäten bekannt: Seit Jahren schenken sie am 1. Januar beim Neujahrsempfang auf dem Marktplatz fair gehandelten Kaffee aus. Bei den Wangener Welten waren sie zweimal mit Kaffee und anderen Produkten mit einem Stand vertreten und brachten den fairen Handel dabei ins Gespräch. Vor zwei Jahren unterstützten sie bei der lokalen Messe das Fußballturnier der Kinder mit fair gehandelten T-Shirts.

Auch im Herbst, wenn die faire Woche im Kalender steht, ist die Gruppe normalerweise mit einer Aktion am Marktplatz vertreten. Ob das in diesem Jahr möglich sein wird, steht noch nicht fest. Inzwischen haben sich die Fairtrade Städte in der Region gut vernetzt und stehen im Kontakt. Auch der Landkreis Ravensburg möchte Fairtrade Landkreis werden und wird dabei von den Städten unterstützt. Um als Fairtrade Stadt anerkannt zu werden, müssen eine ganze Reihe von Kriterien erfüllt sein. Ein Kriterium ist ein Gemeinderatsbeschluss, nach dem der Antrag gestellt werden kann. Zudem muss sich dieses Gremium gegen Kinderarbeit aussprechen.

Beide Beschlüsse fällte der Gemeinderat im November 2013. Den Stein ins Rollen gebracht hatten zwei Schülerinnen des Beruflichen Schulzentrums Wangen (BSW), Isabel Scheuerl und Ramona Sutter. Für die Steuerungsgruppe dankte Bernhard Baumann OB Lang. Die Gruppe wisse sich unter einem guten städtischen Schirm und fühle sich gut unterstützt in ihrer Arbeit, sagte er.