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Mittwoch, 21. Februar 2018

Wangener Welten bauen auf Messetradition auf

Die Wangener Welten 2018 gehen am Wochenende vom 4. bis zum 6. Mai rund um die Argeninsel über die Bühne. Leistungsschauen haben in Wangen im Allgäu Tradition.

Bereits 1950 zum damaligen Stadtjubiläum wurde die erste Schau dieser Art in Wangen auf die Beine gestellt. Unter anderem, um den Betrieben genügend Ausstellungsfläche anbieten zu können, baute man mit der „Städtischen Sporthalle“ ein „Provisorium“. Das so genannte Provisorium ist heute noch ein wichtiger Teil der alle zwei Jahre stattfindenden Wangener Welten und beherbergt vor allem die Handwerkerschaft. In den 1980er Jahren gab es eine Messe auf der Haid, gefolgt von einem Messeanbieter, der im Ebnet die Westallgäuschau veranstaltete. Er gab auf, weil die Besucherzahlen nicht seinen Vorstellungen entsprachen.

Handwerker wollen an Messe festhalten

Und dann kamen die Wangener Welten. Wirtschaftsförderer Holger Sonntag erinnert sich an eine  „denkwürdige Sitzung“  mit den Wangener Handwerkern, die bei der Westallgäuschau in der Halle 7 ausgestellt hatten und ihren Stammtisch auch danach „Halle7“ nannten. „Bei der Zusammenkunft  wurde diskutiert, ob die Messe nun sterben soll oder ob man ein neues Konzept entwickeln kann. Oberbürgermeister Michael Lang schlug vor, für eine Messe die eigenen städtischen Hallen zu nutzen – wie damals 1950“, sagt Sonntag.

Harder Welten bieten Steilvorlage

Zu den Hallen kam das Konzept, das die Stadt Wangen durch Zufall in Hard / Vorarlberg fand. Wirtschaftsförderer Holger Sonntag erfuhr von den „Harder Welten“, die ihm auf Anhieb gefielen.  „Dort wurde das Konzept, sich ergänzende Unternehmen in Welten zusammenzufassen und gemeinsam ausstellen zu lassen, erstmals umgesetzt. Es überzeugte mich restlos“, sagt Sonntag. So nahm er gemeinsam mit Gästeamtsleiterin Belinda Unger Kontakt mit den Organisatoren der „Harder Welten“ auf.
Die Verantwortlichen freuten sich, dass Wangen das Konzept und den Titel übernehmen und an die Wangener Verhältnisse anpassen wollten. Selbst die Messefarben grün und weiß sowie das Logo, das dem der Harder nicht unähnlich ist, wurden von dort inspiriert.

Messeprofis ins Boot geholt

Einige städtische Teammitglieder kommen zwar ursprünglich aus der freien Wirtschaft und hatten bereits Erfahrung mit der Organisation von Messeauftritten für Unternehmen, aber eine ganze Messe zu organisieren – das wollten sie dann doch nicht im Alleingang riskieren.  Also holten sie sich  Unterstützung von Profis für Teilprojekte wie etwa die Aufplanung in den Hallen.

Auch dafür gibt es in der Region hervorragende Fachleute, wie sich zeigte. Denn Wolfgang Endel von eKonzept aus Wangen-Karsee brachte sich mit seiner ganzen Erfahrung im Messebau ein und knüpfte dann den Kontakt mit Marion Boblenz aus Stuttgart, die Messen organisiert.

Viele städtische Mitarbeiter eingebunden

Eine Vielzahl von städtischen Mitarbeitern ist in die Organisation, die Vorbereitung und in den Ablauf der Wangener Welten eingebunden: Wirtschaftsförderung, Gästeamt, Kultur- und Sportamt organisieren die Wangener Welten gemeinsam. Der Bauhof ist die tragende Säule bei der Umsetzung. Die Mitarbeiter um dessen Leiter Martin Blum sorgen für die Plakatierung, für  Aufbauten, Strom und viele andere Dinge bis hin zu Abfallkörben.

100 Helfer sind im Einsatz

Zudem seien viele externe Dienstleister in die Vorbereitungen und die Umsetzung eingebunden, vor allem Werbe- und Veranstaltungsagenturen aus der Region. „Insgesamt sind rund 100 Helfer auf den Wangener Welten und im Hintergrund aktiv“, sagt Sonntag. „Und dann gibt es natürlich Veranstaltungstechniker, unseren Moderator Thomas Bergert und viele andere, die zu Garanten für eine schöne und erfolgreiche Messe geworden sind. Sie alle, gemeinsam mit eKonzept und Marion Boblenz sind seit den Anfängen zusammen und freuen sich auf die nächsten Wangener Welten vom 4. bis 6. Mai 2018.“

Alle weiteren Informationen unter www.wangener-welten.de