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Mittwoch, 24. Juni 2015

Zwei Wochenenden für Wangener Historienspiel

Das große Historienspiel zum 1200-Jahr-Jubiläum der Stadt Wangen „Hammerwende 1389“ wird am 2., 3. und 4. Juli, sowie am 10. und 11. Juli 2015 auf dem Postplatz aufgeführt.

Thema ist der Sieg der Wangener durch ihre Schmiede, die Truchseß Hans von Waldburg und seine Verbündeten mit einfachen Mitteln in die Flucht schlugen. Der mächtige adlige wurde dann in Leupolz belagert und schließlich besiegt. Die noch junge Freie Reichsstadt erhielt sich so ihre Freiheit.

Die Geschichte entwickelt sich auf 43 Seiten und hat alles, was ein mitreißendes Theaterstück braucht. Der historische Hintergrund ist die Auseinandersetzung des Städtebündnisses, dem sogenannten „Seebund“, und des Adels im 14. Jahrhundert. Es geht um die Frage, ob die Freien Reichsstädte ihre Freiheit behalten können und nur dem Kaiser unterstellt bleiben oder ob der Adel – im Falle Wangens die Waldburger – die Städte einverleiben. Politisch geht es also um Macht und Geld.

Doch die Geschichte, die sich auf dem Postplatz vor der Kulisse des Rathauses entfalten wird, handelt auch von Ehrbarkeit, Vertrauen, Liebe und Freiheit. Der Wangener Schmied Lorenz Goldbach stirbt im Kampf auf Seiten der Reichsstädte in der Schlacht bei Döffingen. Seinen Kopf soll der Söldner Salomon auf der Lanze des Schmieds nach Wangen bringen.

Während Goldbach von Wangen weg ist, unterstützt der Geselle Aendres dessen Frau und verliebt sich in Petronilla, die Tochter eines reichen Kaufmanns. Doch Petronilla soll einen Kaufmann mit Namen Zwingenstein heiraten. Es stellt sich jedoch heraus, dass dieser Zwingenstein den Salomon bezahlt hat, für ihn bei Döffingen zu kämpfen. Zwingenstein erzählte zwar zu Hause große Geschichten von seiner Tapferkeit, war aber in Wahrheit nie an Kampfhandlungen beteiligt gewesen.

Doch nicht nur Zwingenstein verhält sich unehrenhaft. Zwei Abkömmlinge einstmals bedeutender Wangener Familien hoffen auf den Untergang der Freien Reichsstadt. Sie verraten deshalb dem Waldburger Truchsess, wie er am besten die Wangener schlagen kann und versuchen dann die Wangener hinters Licht zu führen.

Als die Wangener – beinahe zu spät – merken, dass sie überfallen werden, öffnen die Verräter das Tor an der Schmiedstraße, um dem Feind den Eintritt zu ermöglichen. Die Geschichte wird weiter an Dramatik gewinnen und glücklich enden.

66 Schauspieler, bis auf den Profi Jan Naujocks in der Rolle des Truchseß, alle  aus Wangen und Umgebung spielen das Stück. Es wird einstudieren unter der Regie von Stadtarchivar Dr. Rainer Jensch, der auch Autor des Stücks ist und Franziska Roth. Sie erhalten Unterstützung von Daniel Hackenberg, Stage Manager bei den Bregenzer Festspielen und Regisseur bei den Festspielen Wangen.

Als Kulisse dient ein eindrucksvolles, vom städtischen Bauhof auf dem Postplatz am Rathaus gebautes Bühnenbild. Zum  großartigen Gesamteindruck tragen liebevoll gestaltete Kostüme und eigens eingespielte Musik bei.

Info:

  • Einlass ist um 19.15 Uhr, Beginn um 20.15 Uhr.
  • Karten gibt es im Gästeamt Wangen, Bindstraße 10, 88239 Wangen im Allgäu, Telefonnummer 07522 / 74-211 oder unter www.reservix.de