Amtseinsetzung OB Lang: Blick zurück und nach vorn – Kinder bringen Segenswünsche

Blick in den Saal mit vielen Menschen.
Blick in den vollbesetzten großen Sitzungssaal.
Ein Mann überreicht OB Michael Lang Socken.
Kinder singen.
Ein Mann spricht ins Mikrofon.
Eine Frau übergibt Blumen. Auf dem Bild sind fünf weitere Personen.

Es hätte ein Abend der Routine werden können. Dass die vierte Amtseinsetzung für Oberbürgermeister Michael Lang keine solche wurde, lag am Rahmen. Zunächst musste sein zweiter ehrenamtlicher Stellvertreter, Reinhold Meindl, vom Gemeinderat offiziell gewählt werden, damit er die Amtseinsetzung ausführen und durch den Abend leiten konnte. Der Grund: Sein erster Stellvertreter aus dem Kreis des Gemeinderats, Paul Müller, hatte leider absagen müssen. Dieser Punkt wurde zügig abgehandelt.

Ein zweiter Punkt, der die Routine rausnahm, waren die Kinder im Chor der Grundschule in Leupolz, die unter der Leitung von Schulleiterin Sandra Jochum-Dietrich die musikalische Umrahmung beisteuerten, dabei Glück- und Segenswünsche überbrachten und „Applaus, Applaus“ spendeten.

Unterstützung durch den Gemeinderat

Nachdem Reinhold Meindl den alten und neuen Oberbürgermeister auf die Verfassung und die Gesetze verpflichtete sowie darauf, zum Nutzen der Stadt Wangen zu arbeiten, wie es der offizielle Text vorgibt, dankte er ihm wie auch seiner Frau Marion Lang für die inzwischen 24-jährige Tätigkeit für die Stadt. Er blickte auf Themen, die in der Vergangenheit für Diskussionsstoff sorgten – von der Landesgartenschau über Schulen, Kindergärten oder den Abriss der alten städtischen Sporthalle und so weiter. Er versprach auch in Zukunft den Rückenwind durch den Gemeinderat und dankte dem Land, vertreten durch Regierungspräsident Klaus Tappeser, für seine großzügige Unterstützung in der Vergangenheit. OB Lang bescheinigte er unter anderem großes Engagement, die Fähigkeit, Kompromisse zu finden, und stets auf das beste Argument zu hören. Als Geschenk vom Gemeinderat überreichte er dem Läufer Michael Lang zwei Paar Socken: „Eins mit der Zahl 25 für 25 Jahre nach der ersten Wahl und ein Paar Kompressionsstrümpfe – Symbol für die Unterstützung durch den Gemeinderat“, wie er sagte.

Verwaltungsdezernentin Astrid Exo sagte, die Beschäftigten hätten sich gefreut, als sich ihr Chef wieder zur Wahl gestellt hätte, was nach drei erfolgreichen Wahlperioden nicht selbstverständlich sei. Sie übergab ihm ein Geschenk der Belegschaft und Blumen an Frau Lang.

“Symbiotische Verbindung” mit Wangen

RP-Präsident Klaus Tappeser schloss sich den Glückwünschen an und überbrachte die Grüße der Landesregierung. Es sei harte Arbeit, die Wähler von der Qualität eines Menschen als Oberbürgermeister zu überzeugen. OB Lang mache das hervorragend. Ein Gradmesser dafür sei sein Kontakt in die Bürgerschaft, was sich insbesondere dann zeige, wenn man mit ihm durch die Stadt gehe. Unter anderem dabei zeige sich eine „symbiotische Verbindung“ zwischen Wangen und ihm als Oberbürgermeister. Im Regierungspräsidium sei man stolz auf Wangen und seinen OB.  Klaus Tappeser ging ein auf das nächste Zukunftsthema, die B-32-Bahnunterführung. Es sei aller Ehren wert, dass dieses Projekt ohne Widersprüche und ohne Rechtsmittel planfestgestellt werden konnte. Gemeinsam mit dem Gemeinderat habe man ein Haushaltskonsolidierungsprogramm erarbeitet, das nun umgesetzt werde.

OB Lang nahm schließlich selber die Menschen im vollen Ratssaal mit auf seine Reise durch die vergangenen 25 Jahre – von seinem ersten Kontakt in Wangen zu den Gemeinderäten Paul Kremlser und Peter Rehfuss, die ihm Offenheit für seine Kandidatur signalisierten – über Klausurtagungen, Ortsvorsteher, mit denen enger Austausch bestand und noch besteht. Er blickte auf internationale Beziehungen in die Partner- und befreundeten Städte und vor allem auf die Gemeinschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie er in Wangen gepflegt wird. Er dankte dem Jugendgemeinderat, der personenstark vertreten war. 

Besondere Ereignisse

Nicht unerwähnt blieben die schönsten und größten Ereignisse der vergangenen 24 Jahre: 2006 die Mannschaft von Togo in Wangen. Das Bild vom Empfang auf dem Marktplatz, auf dem die Menschen dicht gedrängt standen, sei um die ganze Welt gegangen. Das Jahr 2015, in dem das Stadtjubiläum gefeiert wurde, mit der Chronik aus der Hand von Stadtarchivar Dr. Rainer Jensch, einem Historienspiel und vielen Aktionen der Wangener Vereine. Und schließlich die Landesgartenschau mit ihren über 1000 Ehrenamtlichen. „Wenn man die Wangener braucht, sind sie da“, sagte OB Lang.

Erfolgreich in und mit der Region

Erfolgreich arbeitet die Stadt in der Region mit den anderen Kommunen in den Zweckverbänden der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu und des Tourismusverbands Württembergisches Allgäu zusammen. Die Wangener Bürgerstiftung, die mittlerweile über ein Stiftungskapital von rund 10 Millionen Euro verfügt, werde noch lange „über unsere Zeit hinaus“ Gutes bewirken.Dem Landkreis sagte er Unterstützung im Zusammenhang mit der Zukunft der OSK zu: „Ich bin ein Verbündeter in Sachen Krankenhaus.“ Dem Regierungspräsidenten dankte er für die Planungen und Vorbereitungen der B-32-Bahnunterführung, deren Bau nun in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen soll.
Er blickte auf die erfolgreiche – auch bauliche – Entwicklung vieler Unternehmen, allen voran Waldner, Geta und das NTW-Gelände, wo auch Wohnungsbau entstehen werde.
OB Lang dankte den 611 Beschäftigten bei der Stadt Wangen für ihren Einsatz und seiner Familie für die Begleitung.
Im Anschluss war Gelegenheit zum Austausch.