
Die Landesgartenschau 2024 war ein Fest für die Stadt Wangen und für die gesamte Region. Über eine Million Besucherinnen und Besucher feierten mit uns und genossen die Schönheit des Argenparks, bewunderten die sanierten und neuen Gebäude im Stadtteil ERBA /Auwiesen, flanierten über die schönen Wege zur Wangener Altstadt, bevölkerten die attraktiven Spielplätze und bewunderten die beiden innovativen und inzwischen mit bedeutenden Preisen ausgezeichneten Sonderkonstruktionen, den Argenpavillon und den Aussichtsturm. Schon damals nutzten viele die neuen Sport- und Freizeitanlagen. Bis heute besonders anziehend: die Veranstaltungen in der ERBA und auf der Argenwiese. Das alles steht heute der Allgemeinheit offen. Kommen Sie und genießen Sie den Park und alles, was er zu bieten hat. Herzlich willkommen!
Wo bis im Jahr 2017 eine Industriebrache vom Ausmaß der sanierten Wangener Altstadt lag, steht heute am südlichen Ende der Kernstadt der neue Stadtteil ERBA / Auwiesen. Wo einst Spinn- und Webmaschinen ratterten, leben heute 1500 Menschen und sind 600 Arbeitsplätze in unterschiedlichen und zukunftsweisenden Berufen entstanden. Der weithin sichtbare Schornstein des verschwundenen Kesselhauses ist zum Wahrzeichen des neuen Stadtteils geworden.
Das ehemalige Baumwolllager wurde zu einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mit Lokal- und Konferenzraum umgebaut. Das Comptoirgebäude bietet Platz für Ausstellungen. Auf der Festwiese bei der Quartiersgarage gibt es Veranstaltungen unter freiem Himmel.
In der Neuen Spinnerei wurden auf 5000 Quadratmetern Gewerbeflächen geschaffen. Auf dem Dach entstanden 23 Wohnungen in Holzbauweise. Auch die Alte Spinnerei bietet Raum für Gewerbe und Wohnen.
Die Firma Candor Bioscience hat die Carderie saniert und vergibt die Flächen an Firmen. Dort ist inzwischen eine Patisserie (https://www.cafe-carderie.de) eingezogen. Das ehemalige Altenheim wurde umgebaut zu einem Hotel und Restaurant (https://reos-hotel-allgaeu.de/wangen) . Der damalige Konsum wird von Architekten genutzt, und im früheren Magazin arbeitet bereits eine Steinmetzin (https://www.steinmanufaktur-schneider.de).
Das Energiehaus am Werkskanal beherbergt heute wie damals die Wasserkraft. Nebenan in der ehemaligen Schlosserei sorgt eine hochmoderne Heizzentrale dafür, dass Wohnungen und Wasser im Quartier warm werden. Die Wärme wird aus dem Abwasserkanal der Stadt gezogen. Im selben Gebäude befindet sich das ERBA-Museum, das der gleichnamige Verein betreut (http://www.erba-museum-wangen.de).
Nebenan steht das kleine Trafogebäude. Es beherbergte die Umspannstation auf dem ERBA-Areal. Der Strom für den Betrieb kam damals aus Vorarlberg. Von den Ill-Werken bezieht das Westallgäu auch heute noch Energie (https://www.illwerkevkw.at).
Der Werkskanal wurde saniert. Die Denkmalpflege stimmte zu, dass unter dem Industriedenkmal eine Unterführung gebaut werden konnte. Sie verbindet die ERBA und die Auwiesen bei der Festwiese.
Die Wohnquartiere wurden von der Genossenschaft Wohnen Plus und privaten Investoren saniert. Zusätzlich wurden neue Doppelhäuser in Holzbauweise errichtet.
Die einzige, komplett neue Gewerbeeinheit ist das Firmengebäude der Firma AVL SET.
Parkplätze wurden in der Quartiersgarage geschaffen.
Im Lindenhof sind die portugiesischen und türkischen Vereine heimisch. Ihre ersten Mitglieder kamen einst als Gastarbeiter in die ERBA. Beide Vereine eint eine große Terrasse, die auch Gästen offen steht.
Neu organisiert und zugeschnitten wurden auch die Werksgärten.
Drei neue innovative Spielplätze wurden gebaut: der Spindelspielplatz im ERBA-Park, der Energiespielplatz am Werkskanal beim als Treffpunkt beliebten Schweizer Platz und der Wasserspielplatz auf der Argenwiese. Gegenüber befindet sich der Cantilever, der bei zu viel Sonne oder Regen Schutz bietet. Ebenfalls von der Landesgartenschau geblieben ist der „Landfrauenpavillon“. Damals war er täglich Treffpunkt und Anlaufstelle für Kaffee und Kuchen aus den Küchen der Landfrauen der Region Wangen. Heute dient er bei Veranstaltungen als Regenschutz. Die Sommer-Gastronomie der Argenzeit empfängt Gäste an der Beachbar im „Krokodil“, dem schrägen Holz-Pavillon, den man zwecks guter Aussicht auf die Argenwiese ersteigen kann.
Zwei Forschungsprojekte zum Thema Bauen mit nachhaltigen Stoffen sind der Argenpavillon (https://www.icd.uni-stuttgart.de/de/projekte/hybrid-flachs-pavillon) aus einer einzigartigen Holz-Flachsfaser-Konstruktion auf der Argenwiese. Er wurde ebenso wie der 23 Meter hohe Aussichtsturm (https://www.icd.uni-stuttgart.de/de/projekte/wangen-turm) auf dem Schönbühl in innovativer Bauweise geplant in Kooperation mit dem Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung der Universität Stuttgart und der Landesgartenschau erstellt. Federführend war das Team um Professor Achim Menges. Für beide Projekte erhielt die Stadt Wangen inzwischen mehrere Auszeichnungen. Der Argenpavillon dient gastronomischen Zwecken und kann für Veranstaltungen gemietet werden. Im Aussichtturm führen 113 von Wangener Bürgerinnen und Bürgern gesponserte Stufen hinauf auf die Plattform. Von dort eröffnet sich ein wunderbarer Blick in die Allgäuer, die Vorarlberger und die Schweizer Bergwelt.
Informationen zur Geschichte der ERBA und der Entwicklung bis zur Landesgartenschau finden Sie auch im Buch Jensch, Müller: Die ERBA Wangen im Allgäu. Von der Baumwollspinnerei zur Landesgartenschau, Lindenberg 2024.
Wo einst die alte Kläranlage, die Reithalle und durch die langjährige Nutzung abgewohnte Baracken standen, leben heute Menschen in modernen Wohnbauten und gehen Kinder in einen neuen Kindergarten „Pusteblume“. Die innovativen Gebäude wurden weitgehend aus dem nachhaltigen Baustoff Holz hergestellt. Entstanden ist ein Wohngebiet für junge Familien und Menschen, die Betreuungsbedarf haben. Imgesamten neuen Stadtteil ERBA/Auwiesen sind 300 neue Wohnungen entstanden. Möglich war dies alles, weil der Reitverein einwilligte, auf ein neues Areal am Südende der ERBA zu ziehen. Er baute dort eine neue Halle mit einem großzügigen Außengelände.
Die Argen gilt als einer der letzten deutschen voralpinen „wilden“ Gebirgsflüsse. Der Fluss war nirgends mehr in ein steiniges Korsett gezwängt, als in der Wangener Kernstadt. Das hatte Folgen für die Ökologie und den Hochwasserschutz. Mit der Revitalisierung der Oberen Argen verfolgten das Land Baden-Württemberg, die Stadt Wangen und die Landesgartenschau GmbH vor allem die ökologische Aufwertung des gesamten 3,5 Kilometer langen Flussabschnitts vom Rehgarten im Hinteren Ebnet bei der Brücke Bad Briel bis hinunter zur Riedbrücke zwischen ERBA/Auwiesen und Lottenmühle.
Sechs Flussabschnitte wurden definiert: Der Rehgarten im oberen Bereich des Flusses dient vor allem der Ökologie. Dort wurde eine alte Betonrampe ausgebaut und durch eine zweigeteilte Raue Rampe ersetzt. Sie wurde so konstruiert, dass kleine Fischarten wie der Strömer ebenso wie die Seeforelle, die über einen Meter groß werden kann, wieder ungestört auf- und abwandern können. Zudem wurde eine Aue geschaffen. Dort darf die Argen über ihre Ufer treten (https://rpt.baden-wuerttemberg.de/abt5/ref532/projekte/argen/abschnitt-1/).
Im Bereich des Stadtgartens (Abschnitt 2) wurde das linke Ufer abgeflacht, um neue ungefährliche Zugangsmöglichkeiten für die Besucherinnen und Besucher und damit ein attraktiver Naherholungsort mitten in der Stadt zu schaffen. Die Flachwasserzonen wurden zum Schutz der Ufer mit heimischen Arten bepflanzt. Sie dienen im Hochwasserfall auch in begrenztem Umfang als Rückzugsraum für Fische (https://rpt.baden-wuerttemberg.de/abt5/ref532/projekte/argen/abschnitt-2)
Der dritte, ca. 500 Meter lange Abschnitt wird vom Wehr des Wasserkraftwerks (T 4) bestimmt. Dort fließen permanent mindestens 800 Liter pro Sekunde Wasser, bei Hochwasser jedoch bis zu 197 000 Liter pro Sekunde durch das Flussbett. Im früheren Korsett wurden unter solchen Bedingungen Fische und andere Lebewesen einfach fortgeschwemmt. Andererseits lag das Flussbett bei Niedrigwasser weitestgehend trocken – ein unüberwindbares Hindernis für größere Fische wie die Forelle. Der Fluss wurde geweitet, das Ufer abgeflacht. Damit ist es gefahrlos möglich, ans Ufer hinabzusteigen. Heute eignet sich der Abschnitt an der Argeninsel zum Verweilen und als Lernort für die Schulen in der Nachbarschaft.
Ähnlich wurde im folgenden Teilstück bis hinunter zur Auwiesenbrücke verfahren. Der Einbau von Buhnen gibt Flora und Fauna Rückzugs- und Ansiedlungsmöglichkeiten (https://rpt.baden-wuerttemberg.de/abt5/ref532/projekte/argen/abschnitt-4-bereich-eisenbahnbruecke-bis-stadtgaertnerei).
Ganz der Natur überlassen bleiben soll der Abschnitt am Prallhang der Argen bis zur Dornierbrücke (https://rpt.baden-wuerttemberg.de/abt5/ref532/projekte/argen/abschnitt-5)
Die ERBA war seit ihrer Gründung 1860 eine Stadt vor der Stadt, mit der die alteingesessenen Wangener lange Zeit wenig zu tun haben wollten. Deshalb war es eine Aufgabe, den neuen Stadtteil auf attraktiven Fuß- und Radwegen an die Altstadt anzubinden. Dafür sorgten die Planungen des Büros lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner GmbH aus München.
Zuvor zogen sich gerade, oft schmale und zum Flanieren wenig geeignete Wege an der Argen entlang. Nun wurden vergleichsweise breite Wege sowohl zum Spazierengehen wie auch zum Radfahren geplant und gebaut. Teils verlaufen sie parallel, teils erschließen sie den Argenpark getrennt. Da der Park links und rechts des Flusses verläuft, wurden acht Brücken und Stege neu gebaut, zwei weitere saniert. Auch beim Brückenbau wurde – soweit möglich – Holz verwendet. Bevor die Landesgartenschau GmbH mit ihren Baumaßnahmen am Fluss begann, erneuerte die Bahn ihre große Bücke über den Werkskanal.
Die neuen Radwegverbindungen von der Altstadt in den Süden des Parks haben eine Länge von 3,6 Kilometern und sind Teil des RadNETZ BW.
Nachricht vom 30.03.2024 auf wangen.de: “Namen für Parkabschnitte, Plätze und Brücken im Landesgartenschaugelände”
Nachricht vom 01.09.2024 auf wangen.de: “Neuer Steg in der ERBA zu den Werksgärten - Friedrich-Fröhlich-Steg erinnert an den früheren Obermeister in der Spinnerei”
Der Argenpark zieht sich am blauen Band der Oberen Argen entlang vom Stadtgarten über den Sportpark mit der Argeninsel, die Herzmannser Gärten, über den Auwiesenpark und die Argenwiese. Im Zentrum der ehemaligen Baumwollspinnerei und -weberei liegt der ERBA-Park. Was zuvor einfach eine grüne Fläche war, ist jetzt ein Ort, in dem sich Menschen gern aufhalten. Im gesamten 43 Hektar umfassenden Park wurden 3000 neue Sträucher und Bäume gepflanzt. Dort, wo alte, gesunde Bäume im Weg waren, wurden sie versetzt.
Der Stadtgarten war eine Grünfläche, die allein dem Hochwasserschutz diente, Bäume und Buschwerk verwehrten den Blick aufs Wasser und die Altstadt. Bänke blickten auf die neue Bebauung im Ebnet. Mit der Umgestaltung hat sich ein attraktiver Aufenthaltsort direkt an der Altstadt ergeben, der gern für eine Pause genutzt wird. Rankpflanzen wie Rosen, aber auch Stauden erinnern weiter daran, dass dieser schöne Ort durch die Landesgartenschau 2024 ermöglicht wurde.
Der Sportpark verläuft beiderseits der Argen zwischen Wehr und Bahnbrücke. Die Argeninsel war vor ihrer Umgestaltung ein unansehnlicher Ort mit in die Jahre gekommenen Außenanlagen für den Schul- und Vereinssport. Erst mit dem Bau des Fischpasses 2010, dem ersten Projekt mit Blick auf die Landesgartenschau, wurde sie von der Bürgerschaft nach und nach als öffentlicher Raum wahrgenommen. Heute ziert unter anderem die „Diotima“ des Rottweiler Künstler Siegfried Haas den Ort. Für Freunde des Wassertretens wurde ein Becken installiert, das besonders an heißen Tagen auch der Erfrischung dient. Auch der Brunnen, der früher im Schulhof des Rupert-Neß-Gymnasiums stand, wurde reaktiviert.
Im Zuge der Planungen wurde das Alte Feuerwehrhaus saniert und dann die Landesgartenschau-Geschäftsstelle dort angesiedelt. Die ehemalige Fahrzeughalle diente als Haupteingang von der Altstadt zum Park. Im Schlauchturm wurde der Aufstieg für eine Rutsche eingebaut. In direkter Nähe lässt es sich wunderbar in der Nestschaukel schaukeln.
Das gesamte Gebiet bis hinüber ins Schulzentrum und auf der linken Argenseite im Vorderen Ebnet wurde neu überplant und mit Blick auf die rund 2000 Schülerinnen und Schüler in der unmittelbaren Nachbarschaft vor allem dem Sport und der Bewegung gewidmet. Neben der Argensporthalle befinden sich die beliebten Skaterrampen.
Links der Argen sind unter anderem Beachvolleyballfelder, ein Bodentrampolin, zwei Fußball-Kleinfelder, ein Tanzboden samt Sonnensegel, ein Basketball-Court und eine Calisthenics-Anlage entstanden. Dazwischen stehen eine Tischtennisplatte und ein Tischfußballspiel. Wer spielen will bringt Schläger und Bälle mit. Auch der Spielplatz zur angrenzenden Wohnbebauung im Vorderen Ebnet wurde erneuert.
Im weiteren Verlauf des Sportparks grenzen die beiden großen Spielfelder der Vereine und der 2022 neu gebaute Wohnmobilstellplatz an. Jenseits der Elsbeth Fueg-Brücke befindet sich zwischen dem Pflegeheim der Hospitalstiftung und dem blauen Haus der Bürgerstiftung der Wiler Klostergarten. Er wurde von der befreundeten Stadt Wil zur Landesgartenschau geschenkt und enthält Kräuter und Pflanzen, wie sie einst im Klostergarten St. Gallen wuchsen.
Auch die Schrebergärten entlang der Argen Richtung Herzmannser Weg – „Herzmannser Gärten“ wurden neu geordnet und angelegt. Auch hier engagieren sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer. Die Gartenfreunde Argenau nutzen den Pavillon und anliegenden Garten für pädagogische Angebote. Im Bereich daneben gehen heute Kinder aus und ein. Dort entstand aus einer Ausstellungsfläche eine Naturgruppe des Kindergartens „Pusteblume“, der in den Auwiesen neu gebaut wurde. Ihr Zuhause hat die Gruppe in einem auf der Gartenschau ausgestellten Tiny-House. Weiter Richtung Herzmanns hat der Imkerverein eine zweite Heimat gefunden. Der Staudengarten nährt die Bienen und erfreut die Augen. Am neuen Kletterturm des DAV ist ständig Betrieb.
Die Bebauung im Auwiesenpark gruppiert sich zunächst um den schattigen Anna Chmel-Platz, dann um eine große Wiese. Ein Blickfang ist dort noch immer die Cortenstahlplastik von Robert Schad. Der ehemalige Allgäu-Pavillon kann als schattiger Aufenthaltsort genutzt werden. Der Drumlin ermöglicht einen schönen Blick. Die Plattform mit der Kiefer ist über eine Treppe auf der Werkskanalseite erreichbar.
Geht man über die Dornierbrücke, erreicht man die Argenwiese mit dem Felsengarten links und hinter dem Wasserspielplatz das im Sommer wunderbar blühende Dahlienbeet.
Hoch über der Argenwiese am Ende der Aufstiegsstufen zum Schönbühl steht die riesige Kuh „Alma“ aus Holz. Sie wurde zur Landesgartenschau in einer spektakulären Gemeinschaftsaktion vom Bauernverband, der Dualen Hochschule Ravensburg und einer hiesigen Zimmerei geplant, gebaut und finanziert. Sie ist 5 Meter hoch, 8 Meter lang und 6 Tonnen schwer.
Die weiteren Gärten auf dieser Seite des Parks dürfen sich natürlich weiterentwickeln. Sie wirken zu unterschiedlichen Jahreszeiten besonders. Zwei der Gärten werden heute von der VHS über Kurse bewirtschaftet und entwickelt. Auf der Freifläche Richtung Argen finden zu bestimmten Zeiten im Jahr Veranstaltungen statt.
Weiter südlich erstrecken sich auf beiden Seiten des Flusses ehemalige Ausstellungsflächen der Landesgartenschau 2024. Sie waren von Beginn an so konzipiert, dass sie wenig Pflege verursachen. Zwei dieser Gärten werden inzwischen von Bewohnern der ERBA genutzt.
Im Süden der ERBA befindet sich der ERBA-Park. Dort trifft man auf die Gärten der Partnerstädte Prato und La Garenne-Colombes mit südlichen Pflanzen und einem roten Rankpavillon. Im weiteren Verlauf passiert man die Reliktgärten mit Teilen der Lüftung aus der ehemaligen Baumwollspinnerei, die hoch über der Anlage thronen und im Sommer von unten berankt werden. Etwas weiter westlich ziehen sich unterschiedliche Gewächse über Gitter, die aus alten Fenstern aus der Neuen Spinnerei gewonnen wurden. Folgt man dem Pfad Richtung ERBA passiert man einen kleinen Monopteros. Das eigenwillige Dach war ein Teil des früheren Wassertanks, der in der Neuen Spinnerei oben unterm Dach vorgehalten wurde, falls man schnell einen Brand hätte löschen müssen. Der größere Teil des Wassertanks steht als Wahrzeichen und Hingucker am Eingang zur ERBA an der Spinnereistraße und ist mit einer Felsenbirne und Hängepflanzen bestückt.
Besonderheit im Park
Ein interessantes und verbindendes Charakteristikum des vielseitigen Parks sind die vielen Erhebungen. Sie finden Sich im Sportpark ebenso, wie im Süden des Argenparks. Auch der Drumlin gehört dazu. Sie modellieren einerseits das Gelände, andererseits waren sie Teil des nachhaltigen Planens und Bauens im gesamten Park. Denn unter dem Grün versteckt sich Aushub aus der Argen. Er musste nicht für teures Geld auf Lkws zur Entsorgung gefahren werden. Geblieben sind auch die vier Kugelbahnen, die seit 2024 vor allem bei Familien für große Freude sorgen. Sie haben unterschiedliche Themen rund ums Wasser und den Wald. Am Kanal auf der Argeninsel und auf der Argenwiese beim Aufgang zum Aussichtsturm stehen nostalgische Automaten, aus denen man für einen Euro eine bunte Holzkugel rauslassen kann. Sie setzt man ein und verfolgt ihren Lauf durch „Wasser“ und über ein Glockenspiel. Viel Spaß!
Nicht nur im Park sollte sich das Stadtbild in Wangen positiv entwickeln – auch im Umfeld. Dazu gehört in erster Linie der Bereich rund um das Alte Feuerwehrhaus. Die alte städtische Sporthalle wurde rückgebaut und durch die neue Kreissporthalle ersetzt. Der Schul- und Vereinssport hat dort einen neuen Ort gefunden. Die Cafeteria dient vor allem der Schülerverpflegung in den Mittagspausen und wird von einem örtlichen Gastronomen bedient. Lange wurde im Vorfeld der beste Standort überlegt. Schließlich entschied der Gemeinderat, die Jahnstraße zu kappen und den Bereich damit autofrei zu bekommen. Für die Schulen, das Rupert-Neß-Gymnasium und das Berufliche Schulzentrum Wangen (BSW) mit seinen beiden auseinanderliegenden Gebäuden, entstand so ein Ort mit Campuscharakter. Die neuen Anlagen im Umfeld der Halle laden zum Verweilen ein. Mehr erfahren beim Landkreis unter: https://www.rv.de/landkreis/aktuelle+projekte/zukunftsfaehige+bildung/neue+dreifeld-sporthalle+wangen.
Drei neue Milchpilze wurden im Zusammenhang mit der Landesgartenschau gebaut. Sie waren ein Sponsoringprojekt der Firma Waldner. Während der Landesgartenschau dienten sie als Kioske für Eintrittskarten und Eis. Zwei der drei Fliegenpilze stehen noch in Wangen am Festplatz (Parkplatz P1) und im Sportpark, der dritte ging ins Bauernhofmuseum Wolfegg. Ein Video vom Aufbau finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=dG8I7Qct8Jw. Weitere Informationen zum Milchpilz finden Sie bei der Firma Waldner unter https://www.waldner.de/de/ueber-uns/milchpilz/.
Das Gewächshaus im Süden der ERBA gehört zum städtischen Baumhof und ersetzt das in die Jahre gekommene Glashaus, das bei der Auwiesenbrücke stand. Es bietet Arbeits- und Lagermöglichkeiten, unter anderem für Pflanzen, die den Allgäuer Winter im Freien nicht überleben würden. Gegenüber ist der neue Wertstoffhof angesiedelt. Der ehemalige Parkplatz Süd der Landesgartenschau 2024 ist heute ein Mehrzweckplatz. Die Größe ermöglicht nach jahrelanger Pause wieder Gastspiele großer Zirkusse in der Stadt. Gleichzeitig bietet er Parkmöglichkeiten für den Zugang zum neuen Stadtteil. Auch die neue Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Wangen im Allgäu nutzt Teile des Platzes.
Die Gastronomie im Baumwolllager, am Schweizer Platz, an der Beachbar beim Krokodil und im Argenpavillon sind verpachtet an die Firma Argenzeit (https://argenzeit.de) In der Galerie Comptoir (mehr erfahren) und im Raum M 4 (https://raum-m4.de) sind Galerien eingezogen.
Konzerte, Partys, der Bürgerball der Narrenzunft Wangen und anderes finden im Baumwolllager statt.
Die Sommersaison beginnt mit den Konzerten der Kulturzentrale Süd – zuerst auf der Festwiese bei der Carderie, ab Mitte Juni auf der Argenwiese (https://www.kulturzentrale-sued.de). Weiter geht’s auf der Argenwiese mit ERBA Open Airs (https://www.hotlikebeats.de). Ende September findet die Spinnerei der Sinne statt (https://veronikabaum.de/spinnerei-der-sinne).
Während der Landesgartenschau 2024 waren an die 1000 Ehrenamtliche im Park unterwegs zur Parkpflege, zur Einlasskontrolle bei Veranstaltungen und als Geländeführer. Rund 300 Menschen engagieren sich auch weiterhin. Sie werden von Parkmanagerin Barbara Schulte koordiniert. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Veranstaltungen im Park. Email: barbara.schulte@wangen.de, Telefonnummer 07522 / 74- 249.
