AMV: An Pfingsten Münzen prägen am Stadtmuseum

Gebäude Eselmühle

Die Eselmühle beherbergt das Stadtmuseum.

Anlässlich der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu hat der Altstadt – und Museumsverein in Zusammenarbeit mit der Münzprägerei Simm eine Gedenkmünze herausgebracht. Geprägt wird am Internationalen Museumstag, Pfingstsonntag, 19.Mai 2024 und dem Deutschen Mühlentag, Pfingstmontag, 20. Mai 2024.

Die Münzen aus Silber und Feingold sind limitiert und mit Zertifikat und können beim Altstadt- und Museumsverein unter der Mail: vorstand@amv-wangen.de vorbestellt werden. Auf der Vorderseite des Talers ist der Schornstein des ERBA-Geländes und der neue Aussichtsturm der Landesgartenschau abgebildet. Die Baumwollspinnerei und -weberei ERBA bot 130 Jahre lang über 1.000 Menschen Arbeit und ein Zuhause. Durch den Niedergang der Textilindustrie musste auch die ERBA (Erlangen-Bamberg) 1992 für immer schließen. Die Gebäude verfielen. 2010 konnte die Stadt Wangen das Areal kaufen und damit beginnen, einen lebendigen Stadtteil für Wohnen, Arbeiten, Leben und Erleben zu entwickeln. Der Schornstein ist ein weithin sichtbares Symbol der ERBA. 

Die Rückseite der Münze zeigt das fünfgeschossige, massiv gemauerte Frauentor auf der Herrenstraße, auch Ravensburger Tor genannt. Das Tor wurde im vierzehnten Jahrhundert errichtet und erhielt seine heutige Form mit einer Aufstockung im Jahr 1608. Der Turm wurde 1589 von Ulrich Wagener und 1611 von Johann Andreas Rauch bemalt. Die heutige Bemalung stammt von Toni Schönecker aus dem Jahre 1950. 

Die Münzprägerei Simm aus Renningen war auch schon bei der 1200 Jahrfeier in Wangen und hat Silbertaler geprägt. Jetzt besteht die Möglichkeit wieder eine Sammlermünze mit Wangenmotiv zu sammeln. Das Schauprägen findet in mittelalterlicher Münztechnik mit dem Fallhammer findet am 19. Und 20. Mai 2024 auf dem Platz vor der Eselmühle von 11-17 Uhr statt. Der drei Meter hohe und rund 500 kg schwere Fallhammer wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert zum Prägen von Münzen und Medaillen benutzt. 
Die Wirkungsweise der sehr massiven Maschine ist so einfach wie beeindruckend. Ein Gewicht von 42 Kilo fällt nach unten schlägt auf einer nur münzengroßen Fläche auf, auf die ein passender Metallrohling gelegt wurde. Je nach Fallhöhe entspricht dies einem Aufschlagdruck von rund 30 bis 50 Tonnen. Mit einem lauten Knall entsteht zwischen dem Ober- und dem Unterstempel bei jedem „Schlag“ ein kleines Kunstwerk in Silber oder Zinn. 

Info: Jeder Besucher hat die Möglichkeit, sich seinen Gedenktaler in Zinn schon ab 6,50 Euro selbst prägen zu lassen. Die Sonderprägung ist in 999 Feinsilber schon ab 43 Euro erhältlich. Die Feinsilberauflage ist auf 300 Stück limitiert und nummeriert.