B 32 Beseitigung des Bahnübergangs - Start der Beweissicherungsarbeiten

Ein Mann steht vor zwei großen Darstellungen, wie das Gebiet aussehen wird.
8 Personenen nebeneinander
Ein Mann befestigt an einer Hauswand ein Metallobjekt.

Die Beseitigung des Bahnübergangs ist für die Bürgerinnen und Bürger von Wangen ein lang ersehnter Wunsch, der jetzt mit Vorarbeiten in die Realität umgesetzt wird.

Das wichtige Projekt zur Modernisierung der B 32 in der Ortsdurchfahrt Wangen bedeutet zukünftig weniger Staus, mehr Sicherheit und weniger Wartezeiten. „Auf den Wegfall des Bahnübergangs folgen damit weniger Belastungen für die Verkehrsteilnehmer und Anwohner“, sagte Regierungspräsident Klaus Tappeser gleich zu Beginn der Veranstaltung.
Auf einem beengten, innerstädtischen Bereich werden in den kommenden Jahren mehrere baulich anspruchsvolle Einzelmaßnahmen stattfinden. Der bestehende, höhengleiche Bahnübergang wird durch eine Bahnbrücke über die tiefergelegte Bundesstraße ersetzt. Die bisher direkt an die B 32 angebundene Praßbergstraße wird künftig über die B 32 überführt, parallel zur Bahnlinie auf einer Länge von rund 170 Metern weitergeführt und an die Zeppelinstraße angebunden. Als neue Verbindung zwischen Ravensburger Vorstadt und dem Naherholungsgebiet „Buch“ sowie zur Anbindung der Kleingartenanlage „Fronwiesen“ dient später eine weitere Brücke über die B 32. Der Knotenpunkt B 32/ Zeppelinstraße wird zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut. Mit der Umgestaltung werden auch die Fuß- und Radwegführungen entlang der B 32 verbessert.

Mehr Sicherheit - besserer Verkehrsfluss

„Das Projekt, das die Modernisierung der Infrastruktur, mehr Sicherheit, bessere Verkehrsflüsse und Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner zum Ziel hat, wird das Stadtbild positiv prägen“, betonte Tappeser, der am heutigen Tag gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Michael Lang und der Abgeordneten Petra Krebs, MdL, den Auftakt der Beweissicherungen in Wangen begleitete. Tappeser teilte mit, dass in den kommenden Wochen die betroffenen Gebäude, welche sich im Umfeld der Maßnahme befinden, von den Fachleuten begangen werden und der aktuelle Zustand der Bausubstanz dokumentiert wird. „Dies ist ein wichtiges Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, damit sie wissen, dass wir hier selbstverständlich mit Transparenz und Offenheit arbeiten.“

Auf die Beweissicherung kann mit den vorbereitenden baulichen Arbeiten, wie weitere Leitungsverlegungen und der Baufeldvorbereitung, mit der örtlichen Baustellenumfahrung und schließlich mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Neben den nun gestarteten Beweissicherungsarbeiten wurden auch vorgezogene Schutzmaßnahmen zur Sicherung der ökologischen Funktion von Fortpflanzungs- und Ruhestätten geschützter Arten durchgeführt. Besonderes Augenmerk lag hier auf den Fledermäusen und Brutvögeln, für diese wurden neue Nist- und Bruthöhlen im Waldgebiet „Buch“ vorgesehen.

Darstellungen zeigen, wie das Gebiet einmal aussehen wird

Oberbürgermeister Michael Lang freute sich über die großen Visualisierungen, die von den Mitarbeitenden mitgebracht worden waren. Sie veranschaulichen, wie das Gebiet in ca. fünf Jahren aussehen wird. „Man kann daran auch die Entwicklung sehen, die das gesamte Gebiet in den vergangenen Jahren genommen hat und noch nimmt. An der Bahnhofstraße die Bebauung des ehemaligen Adlergeländes und der sanierte Bahnhof samt Umgebung. „Mit der Bahnunterführung springen wir jetzt auf die andere Seite der Gleise und der Bundesstraße“, sagt OB Lang. Einerseits sind die Arbeiten auf dem Kutterareal angelaufen, mit denen der Umzug des Rewe-Markts vorbereitet wird. Andererseits wird mit der Grünbrücke, die später Bahnhofstraße und Fronwiesen mit einander verbinden wird, eine Verbindung zwischen Natur und urbanem Raum geschaffen.“ Noch nicht geklärt ist derzeit, wie die Busse aus dem Norden und Westen an den Bahnhof herangeführt werden, ohne dass sie durch die ganze Stadt fahren müssen. Da derzeit vonseiten des Regierungspräsidiums noch einmal an der Planung der Straße gearbeitet werden muss, um eine weiße Wanne unter die Fahrbahn und ihren Unterbau zu erstellen, sagte er: „Es ist schön, wenn sich alle offenen Fragen der Finanzierung klären lassen zwischen Bund, Land und Bahn.“

Man werde sicher im engsten Austausch sein, um in allen Bauphasen zu sehen, wie Radfahrer, Fußgänger und Nachbarn auf möglichst gewohnten Wegen über die Baustelle kommen können. Mit dem Start der Bauarbeiten wird im Juni gerechnet.

Hintergrundinformationen: Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. Verkehrsinfo-BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app .