Strahlender Sonnenschein hat kürzlich das rundum erneuerte Bahnhofsareal in ein freundliches Licht getaucht. Nachdem Christian Skrodzki, Alfons Keck und Manuel Klaus das Bahnhofsgebäude gekauft und saniert hatten, wurde das Areal ringsum von der Stadt Wangen im Allgäu und der Deutschen Bahn erneuert. Für das Grün sorgte Martin Kappler, der mit seinem Ingenieurbüro inzwischen Nutzer des Bahnhofs ist.
Die DB brachte vor dem Bahnhof, bei der Unterführung und an den Bahnsteigen eine ganze Reihe von neuen Sitzgelegenheiten an. Die Bänke für mehrere Personen wurden durch Einzelsitze ersetzt, die insgesamt mehr Fahrgästen Platz bieten werden als zuvor. Uwe Bohner, Leistungsmanager, Infrastruktur & Immobilien der Deutschen Bahn in Friedrichshafen, zeigte sich bei der Besichtigung zuversichtlich, mit der Erweiterung des Platzangebots auch den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Neu ist, dass am Bahnsteig 1 unter dem erneuerten Dach Sitzplätze auf Nutzerinnen und Nutzer warten. Die Farbe des Dachs stellte sich am Ende weniger als Grün, vielmehr als eine Art Grünblau heraus und ähnelt den aus dem Depot geholten historischen Triebwagen aus den 1990er Jahren, die um 12.45 Uhr im Bahnhof einrollen und die schönen Namen Anna und Maria tragen. Auf beiden Seiten der Bahnsteige wurden neue Mülleimer angebracht.
Attraktiver Aufenthaltsort
Die gesamte Bahnhofserneuerung, die 2018 mit dem Bau der Unterführung und der Aufzüge sowie der Bahnsteigverlängerung begonnen hatte, ist so zu einem guten Abschluss gekommen. Die Unterführung wurde eigens zur Landesgartenschau erneuert und in den LGS-Farben gefliest. Auch das Trafohäuschen am Bahnsteig 1 erhielt einen Anstrich im Gartenschau-Look. „Wir haben den Bahnhof in Wangen im Allgäu fit gemacht für die Landesgartenschau und die Zukunft“, sagte die Leiterin Bahnhofsmanagement Friedrichshafen bei der DB, Andreja Beil. Mit der Vielzahl kleinerer Maßnahmen sei nach und nach ein gestalterisches Ganzes und ein attraktiver Aufenthaltsort entstanden. Dazu gehören auch die sogenannten Freiraum-Kits der Bahn. Das sind große Pflanztröge, an denen Bänke zum Sitzen oder Anlehnen angebracht sind. Die Bepflanzung folgt einem Bahnkonzept. Die Kräuter, Gräser und Stauden sollen in den Farben einer Allgäuer Blumenwiese blühen.
Der Zentrale Busbahnhof wurde auf den Stand der Zeit gebracht
Gegenüber dem Bahnhof hat die Stadt in den vergangenen Monaten zuerst den Zentralen Busbahnhof (ZOB) erneuert. Die Fahrrillen wurden beseitigt und die Bussteige auf beiden Seiten abgeflacht. Barrierefreiheit für den Einstieg versprach Baudezernent Peter Ritter in einem weiteren Sanierungsschritt herzustellen. Auch die Wartesituation wurde erneuert. Das dunkle, halbrunde und an eine halbe Käseschachtel erinnernde Backsteingebäude wurde ersetzt durch eine luftige Anlage mit wertigem Holzsanitärcontainer und einem Stahldach als Wetterschutz. Ergänzt und zu einem stimmigen Gesamtkonzept wurde die Gesamtanlage Bahnhof und ZOB durch die mit viel Finderspitzengefühl von Landschaftsplaner Martin Kappler entworfene und umgesetzte Grünplanung. Vor dem Bahnhof stehen zwei Gleditschien, hinter dem Wetterschutz sind es blühende Bäume wie zum Beispiel Kirschen. Sie sind Hochstämme, die die Durchsicht ermöglichen, später aber ein Blätterdach entfalten sollen.
Dank an alle Projektbeteiligten
Baurechtsdezernent Peter Ritter dankte der Bahn, den Bahnhofseigentümern und Martin Kappler für ihr Engagement. Der gesamte Bahnbereich habe durch die Sanierung eine neue Wertigkeit erhalten. Auf Seiten der Stadt hatten sich neben Manfred Sturm aus dem Tiefbauamt insbesondere Martin Schwenger, zuständig für Fragen der Stadtsanierung und in diesem Projekt für die Koordination der Aufgaben, eingesetzt.
Landesgartenschau-Geschäftsführerin Edith Heppeler dankte für die schöne Neugestaltung. So präsentiere sich Wangen schon am Bahnhof seinen Gästen ganz toll.