Da konnte der Schellbua noch so sehr den Baum festhalten und umarmen, die blau gekleidete Bauhofzunft ließ nicht locker.
Der Rathausschlüssel ist zurück in der Hand von Oberbürgermeister Michael Lang! Ab Aschermittwoch geht das Leben wieder seinen normalen – aus Sicht der Narren – traurigen Gang. Doch wo die einen noch singen „O jerum, dia Fasnet hot a Loch“, da rufen die anderen schon wieder „Es goht dagega!“
Narrenvater Bernd der bärtige Barde lobte beim Narrenbaumfällen - wie erwartet - die Regentschaft der Narren in der vergangenen Woche über die Maßen. Sie seien fleißig gewesen und hätten „einiges hingebogen“. Auf jeden Fall könne die Kämmerin stolz sein, denn zu den Millionen Schulden der Stadt kämen jetzt noch einmal ein paar obendrauf, sagte er. Denn gemeinsam mit dem Zunftrat und der großen Narrenschar habe man so Manches gegessen und getrunken. Viel sei geschafft worden, aber eigentlich müsste es noch eine zweite Woche geben, meinte der Narrenvater. Die Fasnet 2025 sei fantastisch gewesen, sagte er und bedankte sich bei der Stadtkapelle, den Schalmeien und dem städtischen Bauhof, dem er zurief: „Ihr seid die Besten, die es gibt!“
OB Michael Lang erklärte, er sei in den letzten Tagen immer wieder im Rathaus gewesen, aber ihm sei von niemandem bestätigt worden, dass auch nur ein einziges Mal ein Narr „zum Schaffen da gewesen wäre“. Er dankte allen, die zum Gelingen der Fasnet beigetragen hatten. Der Fasnetsmontag sei in diesem Jahr besonders schön gewesen. „Die Menschen standen in Vierer- und Fünferreihen vom Lindauer Tor bis zum Milchpilz und hatten eine große Freude und Begeisterung“, sagte er. Da die Narrenzunft ihn vor dem Zunftmeisterempfang in ein Spindelhäs gesteckt hatte, war er am Ende auf dem Gefängniswagen mitgefahren und konnte aus erster Hand genießen, was sonst den Narren vorbehalten ist. „Danke für so viel Freude, die man allen vermittelt hat“, sagte er.
Er verwies auf die Neuerungen, die jetzt gemacht wurden. Zwischen Stadthalle und Kreissporthalle sei ein neuer schöner Platz entstanden, auf dem sich die Narren nach dem Umzug trafen. „Kaum zu fassen, wie viele Menschen dort feiern wollten. Schön, dass die Narrenzunft die Chance ergriffen hat und dort das Feiern und die Begegnung nach dem Umzug ermöglicht hat.“ Sein Resümee über die Fasnet 2025: „Es war wunderbar!“