Seit Monaten wird geplant, seit Wochen werden Castings und Sitzungen veranstaltet. Jetzt ist die große Theaterfamilie einen Schritt weiter, das Team der Festspiele Wangen präsentiert in der 15. Spielsaison das Programm für den Freilicht-Sommer 2026: Gespielt wird abends im malerischen Altstadt-Zunftwinkel „Venedig im Schnee“ von Gilles Dyrek. Nachmittags zeigen die FSW für Kinder und Familien „Die Bremer Stadtmusikanten“ von Philipp Löhle nach dem Märchen der Gebrüder Grimm.
Auch in dieser Saison liegt die Regie des Abendstücks in den bewährten Händen von Petra Wintersteller. Gemeinsam mit Dirk Schirdewahn (Familienstück) bildet sie das Regieteam. Beide sind erfahrene Theaterprofis mit einem breiten künstlerischen Hintergrund – von Schauspiel über Film und Fernsehen bis hin zu Gesang und Regie – und stehen für Qualität, Leidenschaft und Bühnenvielfalt.
Mit „Venedig im Schnee“ wird in diesem Jahr eine turbulente Mischung aus Beziehungskomödie und Gesellschaftssatire präsentiert. Zum Inhalt: Ein Paar lädt einen
alten Freund mit seiner Freundin zum Abendessen ein. Auf dem Weg dorthin geraten die beiden Gäste in einen heftigen Streit, und Patricia beschließt, kein Wort zu sagen. Die Gastgeber nehmen an, sie sei Ausländerin, zeigen Mitleid und wollen ihr etwas Gutes tun. Als Patricia das Mißverständnis erkennt, macht sie sich einen Spaß daraus: Sie spricht plötzlich in einer Fantasiesprache und erfindet sich ein Heimatland namens Chouwenien. Während ihr Freund vor Scham im Boden versinken möchte, genießt Patricia die absurde Situation und der Abend zu viert verläuft völlig anders als erwartet … Stücke wie "Venedig im Schnee" seien Therapiestunden, hieß es einmal, denn auf die Couch gebeten würde die ganze Wohlstandsgesellschaft. Die Zuschauer dürfen sich selbst erkennen, ins Nachdenken kommen, aber auch kräftig lachen.
Auf „Die Bremer Stadtmusikanten“ können sich in diesem Jahr die Familien freuen. Das Grimm’sche Märchen von den vier Tieren, die die Räuber überlisten, kommt in einer Fassung „für sprechende Tiere und grummelnde Menschen“ mit viel Wortwitz und Situationskomik daher. Gespielt wird das Märchen vom lahmen Esel, dem müden Hund, einer zahnlosen Katze und einem alten Hahn, die beschließen zusammenzubleiben und Stadtmusikanten in Bremen zu werden. Sicher ist: „Etwas Besseres als den Tod“ finden sie allemal. Auf ihrem Weg nach Bremen erleben die „Rentner“ dann allerhand Abenteuer und landen auf der Suche nach einem Lager in einer alten Waldhütte. Die ist aber schon besetzt – und zwar von Räubern. Das Stück wirbt für mehr Zwischenmenschlichkeit in unserer leistungsorientierten Welt. Und zeigt, dass dort Gemeinschaft und Hoffnung entsteht, wo sich Gleichgesinnte zusammentun. Jeder kann was anderes, alle sind nützlich.
Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Florian Schmidt-Gahlen, der in Wangen schon von der vergangenen Saison als Schauspieler bekannt ist und diesmal auch die Stücke komponiert hat. Auch werden Kinder aus der Region wieder auf der Bühne stehen. Regisseur Dirk Schirdewahn hat viel Erfahrung mit Kindertheater – und ist außerdem Vater von drei Töchtern.
Premiere des Abendstücks ist am Mittwoch, 29. Juli 2026, Premiere des Familienstücks am Freitag, 31. Juli 2026, Tickets gibt es online bei festspiele-wangen.reservix.de oder
im Gästeamt Wangen oder jeder Reservix-Verkaufsstelle.
Alle Infos unter festspiele-wangen.de
Räuberbande für die „Bremer Stadtmusikanten“ gesucht
Für das Familienstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ suchen die Festspiele noch Kinder ab 8 Jahren, die Lust haben, auf der Bühne mitzuspielen und Teil der Räuberbande zu werden. Erste Bühnenerfahrung ist nicht erforderlich – wichtig sind vor allem Freude am Theater und am gemeinsamen Proben. Auch Jugendliche sind herzlich willkommen. Die Kinder werden auch singen“, verrät das Organisationsteam, „sie müssen aber keine großen Gesangstalente sein.“
Bitte melden unter mailto:a.rapp@festspiele-wangen.dea.rapp@festspiele.de