Die Imker entwickeln ihren Garten weiter

Viele Bienen auf einer Wabe.
Ein Mann hält eine Wabe mit vielen Bienen.

Rund um den Pavillon des Bezirksimkervereins an den Herzmannser Gärten blüht und brummt es. Imker Christoph Will schaut glücklich in die Stauden, denn die Bienenvölker und die Wildbienen finden viel Nahrung. Angesprochen auf die Blütenpracht bestätigt er: „Es blüht wie verrückt.“

Zur Landesgartenschau war der auf Dauer angelegte Pavillon der Imker mit dem intensiv blühenden Staudengarten der Firma Gaißmayer ein Anziehungspunkt. Und auch jetzt kommen gern Menschen vorbei, schauen sich um, unterhalten sich und sind manches Mal auch dankbar, wenn es hier eine Erfrischung gibt. „Wenn jemand vom Verein hier ist, dann kommen die Leute“, sagt Imker Christoph Will. Samstags schaut er regelmäßig nach seinen sechs Bienenvölkern und ist dann oft den ganzen Nachmittag vor Ort, bei schönem Wetter auch am Sonntag. 

Das Gelände des Bezirksimkervereins grenzt an den Fuß- und Radweg. Inzwischen hat Christoph Will dafür gesorgt, dass ein Zaun das Gelände abtrennt, denn zu oft standen Autos bis kurz vor den Beeten. Und zu oft wurden Menschen angetroffen, die sich mit einem Blumenstrauß in der Anlage bedienten. 

„Wir wollen dort, wo während der Gartenschau ein Gastrobereich war, ein Sandarium für Wildbienen schaffen“, erzählt der Imker. An dieser Stelle soll also auf einer größeren und tiefen Fläche ungewaschener Sand aufgebracht werden, damit sich die vielen bodennistendenen Wildbienen und Hummeln tummeln können. Eine Trockenmauer für die schon gesichteten Eidechsen soll diesen Bereich von den Beeten abtrennen. Wie während der Gartenschau wollen die Imker Schulklassen und andere Gruppen mit ihrem Wissen bereichern. Deshalb soll auch eine kleine Toilettenanlage für Gäste dazukommen. Sie soll durch einen Strauch verdeckt werden. Eine Esskastanie soll zusätzlich gepflanzt werden. 

Damit das alles nicht nur zweckmäßig ist, sondern auch schön aussieht, soll hinter dem Staketenzaun ein Blühstreifen mit „anlehnungsbedürftigen“ Stauden und Sommerblumen geschaffen werden. Das heißt in den nächsten Jahren werden hier Sonnenblumen, Stockrosen, Herbstastern und andere Blumen und Pflanzen blühen. Was für die Passanten eine Augenweide zu werden verspricht, bietet den Bienen vielseitiges zusätzliches Futter. 

Wenn der Imker vor Ort ist, zeigt er auch gern, was die Bienen mit den Pollen tun. Zum Beispiel, indem er einen Bienenkasten öffnet und vorsichtig einen Wabenrahmen entnimmt. Oder indem er den Schaukasten öffnet, wo man den Bienen bei der Arbeit hinter Glas zuschauen kann. Interessierte sind immer willkommen. Und wer Lust hat, kann auch die Angebote des Bezirksimkervereins annehmen, wie zum Bespiel Wildkräuterführungen oder Workshops. Mehr Infos gibt es unter imker-wangen.de