Die Abrechnung für das Landesgartenschaujahr 2024 ist erfreulich: Noch liegen zwar nicht alle Rechnungen für den so genannten Durchführungshaushalt bei der Landesgartenschau GmbH vor, doch die Zahlen sind verlässlich, wie der Geschäftsführer Karl-Eugen Ebertshäuser sagt.
In der Planung war man von einem ausgeglichenen Haushalt in Höhe von jeweils 13,1 Millionen Euro auf der Einnahmen- und Ausgabenseite ausgegangen. Tatsächlich stellt sich das Ergebnis so dar: Es konnten 18,2 Millionen Euro eingenommen werden. Dagegenstehen Ausgaben von 16 Millionen Euro. „Dies ist ein riesiger Erfolg“, wie Ebertshäuser sagt.
Weshalb das Ergebnis keinen Gewinn bedeutet, erklärt Oberbürgermeister Michael Lang so: „Das Ergebnis im Durchführungshaushalt ist mit 2 184747,46 Euro positiv. Davon gehen 600 000 Euro zur Finanzierung des Landkreispavillons an den Invest-Haushalt. Damit reduziert sich der Betriebskostenzuschuss der Stadt Wangen von geplanten 4 Millionen auf ca. 2,5 Euro.“ Deutlich ablesbar ist laut OB Lang die Bedeutung der Tagesgäste. Geplant hatte man mit 450 000, gekommen waren 594 452 Tagesgäste. Sie brachten knapp 7,8 Millionen Euro an Einnahmen. Mit 12.000 Dauerkartenbesuchern hatte man gerechnet, am Ende waren es 35.614 verkaufte Tickets. Die Einnahme von 2,1 Millionen Euro lag dann auch über eine Million höher als die ursprüngliche Schätzung.
Wo mehr Menschen kommen, wird mehr umgesetzt. So ergab sich auch bei den sonstigen Einnahmen aus Sponsoring, Lizenzen und Zuschüssen ein Betrag von über 4,2 Millionen Euro. Dies erklärt sich einerseits aus höheren Umsätzen, weil mehr Menschen auch mehr konsumieren. Andererseits haben sich zahlreiche Unternehmen mit großzügigen Sponsoringbeiträgen beteiligt. So kamen Sach- und Geldspenden in Höhe von 1,5 Millionen Euro zusammen. „Wir sind dankbar, dass wir so viel Unterstützung erfahren haben“, sagte OB Lang.
In den Ausgaben von 16 Millionen Euro sind unter anderem die baulichen Anlagen, Hochbauten wie Pavillons, die gärtnerischen Beiträge und Ausstellungen, aber auch Kasse, Betrieb, Verwaltung, Personal, Ehrenamt, Mobilität und Marketing enthalten. Es zeigte sich, dass die Veranstaltungen eine „unglaubliche Sogwirkung hatten“, wie OB Lang sagte. 2000 waren geplant, 3800 wurden es – mit der Folge, dass beispielweise erheblich mehr Technikerstunden anfielen. Die gute Technik hatte aber wiederum zur Folge, dass sich immer wieder neue Gruppen und Ensembles meldeten, die auf der LGS singen oder spielen wollten. Das bei den Topacts ein Minus entstanden ist (Ausgaben 442 000 Euro gegenüber 374 410 Euro an Einnahmen) hängt mit der kurzfristigen Konzert-Absage von Lena Maier-Landruth zusammen. Zwar wurde die Gage zurückerstattet, aber Kosten für Security, Verpflegung und zusätzliche Technik blieben doch bei der LGS. Andererseits trugen diese Veranstaltungen zum überregionalen Marketing für die Landesgartenschau, vor allem im Internet bei.