Die Saloniker suchen einen neuen musikalischen Leiter

12 Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten

Die Saloniker

148 Auftritte von 2011 bis 2024 haben die Wangener Saloniker unter der Leitung von Gerd Frank gespielt. Er war der Gründer, Ideengeber – eben der musikalische Leiter - über lange Zeit. Doch nun tritt er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Kommissarisch springt Raimund Becker für ihn ein. Wer Lust hat, die Saloniker in eine neue musikalische Zukunft zu führen, kann sich gern an ihn wenden (raimund.becker@ymail.com).

 

Der ehemalige Musiklehrer Gerd Frank hat die Idee, Musik von Senioren für Senioren zu machen, mit seinen Salonikern in die Tat umgesetzt. Das erste Konzert fand mit acht Aktiven 2011 im Ratzeberger Stift statt. Damit war die Spur gelegt. Schon im Herbst 2012 stand unter anderem ein Auftritt auf der Oberschwabenschau in Ravensburg auf dem Programm, im Jahr darauf im „Gleis 1“ in Meckenbeuren. 2014 spielten die Saloniker bei der Eröffnung des ersten Abschnitts der Bindstraße am Saumarkt – mit großem Erfolg. Und wieder war eine neue Idee geboren: Es sollte nicht nur Salonmusik, sondern Tanzmusik gespielt werden. 

Gemeinsam mit der Stadt Wangen und dem Team von St. Ulrich wurde vom 5. März 2015 an der „Tanzkaffee“ organisiert. Wiener Kaffeehausmusik stand ebenso auf dem Plan wie lateinamerikanische Rhythmen, zu denen sich die Tanzfreudigen begeistert im Takt wiegten. Wer nicht tanzte, genoss die Musik und nette Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Das Orchester verlangte keinen Eintritt, bat jedoch um eine Spende für Noten und Ausstattung. Das ist bis heute so.

In den meisten Jahren trafen sich die Saloniker für ca. 15 Auftritte. Das Jubiläumsjahr des 20. Tanzkaffees brachte die Musiker 25-mal zusammen. Auch medial bekamen sie Aufmerksamkeit. Der SWR4 Bodenseeradio berichtete mehrfach und 2017 kam der SWR mit einem Fernsehteam vorbei. Immer wieder lud Gerd Frank besondere Gäste ein: Patrick Dreizehnter und seine Partnerin Jule Katz legten eine Soloeinlage aufs Parkett des Gemeindezentrums. Sängerinnen und Sänger erfreuten mit Charme und österreichischem Schmäh.

2019 kam der erste Einschnitt für das Orchester. Gerd Frank erkrankte und musste länger pausieren. In den folgenden beiden Jahren reduzierte Corona die Auftritte und auch danach ging es in gemäßigten Tempo weiter. 
Im März dieses Jahres feierte Gerd Frank seinen 80. Geburtstag mit einem Sektempfang beim Tanzkaffee. Zwei Monate später folgte das 50. Jubiläum. Schließlich wurde im Juni und Juli 2024 wahr, was er sich als einer der Ersten gewünscht hatte: einen Auftritt auf der Landesgartenschau. Allerdings musste er dabei einen Schwächeanfall hinnehmen, dem der Entschluss aufzuhören folgte. Dabei war 2024 eines der besucherstärksten Jahre mit immer deutlich über 100 Besucherinnen und Besuchern. Die letzten beiden Tanzkaffees in diesem Jahr spielt das Orchester ohne seinen Gründer.

Doch er hofft sehr, dass mit seinem Ausscheiden nicht das Ende der Saloniker eingeläutet wird. „Ich wünsche mir, dass die Saloniker fortbestehen als musizierfreudige Gemeinschaft und dass auch das Tanzkaffee weitergeführt wird“, sagt Gerd Frank. Wenn sich jetzt ein Gesamtleiter oder eine –leiterin und mit ihm oder ihr wieder Musiker oder Musikerinnen einfinden würden, die Kontrabass oder Klavier spielen, um mit den Salonikern in Wangen und der Region weiter zu musizieren, dann wäre er glücklich.