Fasnetsmontag in Wangen: Große Ordensverleihung beim Zunftmeisterempfang

Landesehrennnadel des Landes Baden-Württemberg für Bernd Rothacker

Landesehrennnadel des Landes Baden-Württemberg für Bernd Rothacker, überreicht von Ob Michael Lang im Beisein von Petra Krebs (MdL)

Bonifare-Oren der Narrenzunft für Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang

Bonifare-Oren der Narrenzunft für Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang

Oberbürgermeister Michael Lang übergibt Zunftmeister Wolfgang Tengler und Narrenvater Sascha, der Eitle von Ibanien den großen goldenen Orden für außerordentliche Beharrlichkeit am langen Geduldsfaden

Mann übergibt Frau ein Bäumchen

Die Narrenzunft übergibt ein Bäumchen an OB Michael Lang und dieser reicht es weiter an LGS-Geschäftsführerin Edith Heppeler.

Herrenstraße mit vielen Menschen

Sonne, warme Temperaturen und allerbeste Stimmung in der Stadt – das waren die Rahmenbedingungen für den Fasnetsmontag 2023. Der Auftakt im Rathaus ging wie immer mit viel Witzeleien und Vorträgen über die Bühne – dieses Mal auch mit bedeutenden Ordensübergaben.

Der ehemalige Zunftmeister Bernd Rothacker erhielt aus der Hand von Oberbürgermeister Michael Lang die Landesehrennadel des Land Baden-Württemberg für seine Verdienste um die Fasnet in Wangen, aber auch in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. OB Lang sprach vom großen Respekt, den die Lebensleistung von Bernd Rothacker verdiene. Mit 16 Jahren trat er in die Wangener Narrenzunft ein und seither trieb er in dieser Zunft und darüber hinaus so viel um, dass es einen 21-seitigen Lebenslauf füllte, wie OB Lang sagte. „Sie haben wahrlich für und mit der Zunft viel erreicht“, sagte er. „Wenn ich aber den Lebenslauf vorlese, muss der Umzug heute ohne uns stattfinden.“

Große Räder bewegte Rothacker unter anderem beim großen Narrentreffen im Jahr 2000, dann 2007 bei der Hauptversammlung der VSAN, 2007/08 beim Umbau des Narrenstüble mit insgesamt 1800 Stunden an Eigenleistung, 2010 dann erneut beim großen Narrentreffen, 2015 beim Neubau am Gehrenberg. Außerdem habe er großen Anteil an den „gefürchteten Narrensprüchen“, die jedes Jahr von den Gugelnarren vorgetragen werden. Aktuell sei er der Ideengeber für den neuen Gefängniswagen gewesen. Gemeinsam mit Bruno Schöllhorn habe er die Figur des Gugelnarren entwickelt. Dankbar sei die Stadt Wangen der Narrenzunft, weil sie bei vielen Einsätzen ein verlässlicher Partner war, sei es beim Kinderfest, bei verschiedenen Public Viewing Veranstaltungen oder beim Glühweinkochen an den Weihnachtsmärkten, wo Rothacker selber den Löffeln in der Hand hatte. Auch seine Familie, Ehefrau Petra und die beiden Töchter Samira und Lorena, seien in der Zunft eingebunden. Samira ist inzwischen als Narrenschreiberin im Zunftrat und Lorena bei der Jugend. So dankte OB Lang „für eine vorbildliche Familienleistung“. 

Die Narrenzunft selber überreichte einen Orden – den Bonifareorden - an Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang. Er erhielt ihn unter anderem, weil er nicht nur seinen Job mache im Zusammenhang mit der Fasnet, sondern weit darüber hinausgehe, weil er Freude daran habe, wie Zunftmeister Wolfgang Tengler sagte.

Tengler und sein Stellvertreter, der Narrenvater Sascha, der Eitle von Ibanien, erhielten selber zwei Spaßorden von OB Lang: den großen goldenen Orden für außerordentliche Beharrlichkeit am langen Geduldsfaden. Damit wurde die Geduld der Zunft honoriert, die in diesem Jahr wegen verschiedenster Umstände ein Hallenproblem hatte. Die Narrenzunft ihrerseits überreichte OB Lang ein Bäumchen, das im PArk der Landesgartesnchau einen Platz finden soll. OB Lang reichte es direkt an die Geschäftsführerin der Landesgartenschau GmbH Edith Heppeler weiter.

Großen Unterhaltungswert hatte auch der Beitrag der freien Gehrenberggruppe, die das Thema des Turms zur Landesgartenschau thematisierte.  OB Lang erhielt eine Art Hut, die den Turm zeigte samt kleinem Biergarten und FKK-Strand als besondere Attraktion. Er dankte der Gruppe für die positive Werbung. 

Schließlich wurden die Zünfte aufgerufen und hatten allerhand Sprüche und Gesänge auf Lager – so auch die Zünfte aus den Ortschaften und die Mühlhexen. Konny Keller aus Karsee brachte so den „spontansten Ortschaftszünftechor“ zusammen, der den Saal zum Mitsingen brachte. Der Chor der Gemeinderäte sang auch in diesem Jahr zur Freude der rund 170 Beteiligten. 

Anschließend gab es die traditionelle Maultaschensuppe, bevor sich alle auf den Weg zum Umzug machten.