23 Kinder gehen zurzeit in den Ferienkindergarten, den die Stadt Wangen jedes Jahr anbietet. Diesen Sommer kommen die Kinder aus städtischen und kirchlichen Einrichtungen im katholischen Kindergarten St. Monika zusammen. In den ersten beiden Wochen sind es jeweils maximal 13 und in der dritten Woche neun Kinder. 13 Anmeldungen kommen von städtischen Einrichtungen, zehn von kirchlichen.
Sechs Erzieherinnen teilen sich die Arbeit. Sie kommen von St. Monika selber, aus Neuravensburg, und mit Gabriela Huwer ist auch eine Springerin dabei. Für sie ist es nicht der erste Einsatz dieser Art und er macht ihr viel Freude, wie sie sagt. Denn er hat auch einen nicht zu vernachlässigenden Nebeneffekt. Wenn sie als Vertretung in einen Kindergarten kommt, dann kennt sie meist schon ein paar Kinder aus der Sommerferienbetreuung, hat sie festgestellt. Das macht den Einstieg dann immer ein bisschen einfacher.
Auch Linda Kränkel ist eine „Wiederholungstäterin“. Sie geht gern im Herbst in Urlaub, weswegen sich der Dienst im Ferienkindergarten anbietet. Toll findet sie es, wie die Kinder ohne Scheu vom ersten Tag an aufeinander zugehen und miteinander spielen.
Und die Kinder? Oberbürgermeister Michael Lang setzte sich beim Besuch direkt zu ihnen und fragte nach, wie es ihnen im Ferienkindergarten gefällt. Die Antworten fielen rundum positiv aus. Zwei Kinder ließen sich von ihm vorlesen, andere schenkten ihm Steine, die sie während des Besuchs bemalten.
Zu tun gibt es im Ferienkindergarten immer was. Das Programm ist bunt mit Wasserspielen, Spaziergängen mit unterschiedlichen Zielen wie dem Wochenmarkt, an die Argen, oder in den Landesgartenschaupark. Das Kaspertheater steht ebenso auf dem Programm wie verschiedene Kreativangebote oder ein Waldtag. Und mindestens einmal in der Woche werden leckere Speisen zubereitetet: Mal ist es Bananenmilch, mal Pizza und zum Abschluss Pasta. Und wenn das alles nicht reicht, dann bietet die Baustelle im Garten derzeit immer etwas zum Schauen. Der eine oder andere Bub habe schon den Wunsch geäußert, Bauarbeiter werden zu wollen, erzählt Gabriela Huwer. Einer der Buben zog sich während des Besuchs einen Stuhl ans Fenster und schaute den Arbeitern wie gebannt zu. Er hat allerdings später andere berufliche Pläne: „Ich will Roboter bauen“, sagte er.