Geschwister-Titscher-Haus ist es jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben worden

Zwei Frauen und drei Männer vor der Erinnerungstafel für die Geschwister Titscher

Oberbürgermeister Michael Lang, Sabine Schäfler, Sofie Hänsler, Theo Keller und Rainer Jensch freuen sich über die Eröffnung des Geschwister Titscher-Hauses (von links).

Blick über die Musikkapelle Primisweiler und viele Menschen an Biertischen

Großes Interesse herrschte an der offiziellen Eröffnung des Museumsdepots. Die Musikkapelle Primisweiler spielte dazu.

Mit Begleitung durch die Musikkapelle Primisweiler und bei Getränken und Kaffee und Kuchen durch örtliche Vereine ist am Sonntag das Geschwister-Titscher-Haus offiziell in Dienst genommen worden. Das Interesse der Bürgerschaft war riesig. 

Oberbürgermeister Michael Lang zeigte sich dankbar, „weil mit diesem Erbe der Familie Titscher die Stadt eine große Aufgabe der Kommune erfüllen konnte.“ So konnten 4000 bis 5000 Gegenstände unter entsprechenden klimatischen Bedingungen sinnvoll in Schränken, Schubladen und Hängeeinrichtungen geordnet und gelagert werden. OB Lang dankte dabei dem Altstadt- und Museumsverein vor allem Theo Keller, Marion Einhauser und Katharina Blocher für den Einsatz des Vereins, der die Sanierung und Einrichtung des Gebäudes auch zu seinem Projekt gemacht hatte, Geld hinzugab und LEADER-Fördermittel beantragt hatte. In diesem Zusammenhang dankte er auch dem Land Baden-Württemberg. Für ihren über die Maßen großen persönlichen Einsatz dankte er Stadtarchivar Dr. Rainer Jensch und Museumsmitarbeiterin Irina Leist, die beide viele Extra-Stunden für den Umzug der städtischen Schätze eingesetzt hatten. 

Der Vorsitzende des AMV, Theo Keller, blendete in der Zeit zurück und erinnerte an die Zustände im ehemaligen EVS-Gebäude, wo die Gegenstände gelagert waren. Staub, Feuchtigkeit und Schimmel hatten dort gewirkt. Er dankte der Stadt, dass sie „Geld in die Hand genommen hat“, um all das, was zu den Wurzeln der Wangenerinnen und Wangener gehört, entstauben, sortieren, dokumentieren und lagern zu können. 

Für Rainer Jensch war es „ein Wunder, dass es jetzt möglich ist, das schöne Magazin präsentieren zu können“. Er richtete den Blick auf die Geschwister Titscher, die einer Schreiner-Familie entstammten und in den 1960er Jahren, als handgemachte Möbel zunehmend außer Mode kamen, den Betrieb auf ein Möbelhaus umstellten. Erst in den 1980er Jahren baute Josef Titscher das Gebäude, das heute als Museumsdepot dient und jetzt auch den Namen der Stifterfamilie trägt „Geschwister-Titscher-Haus“. Gemeinsam mit Sabine Schäfler und Sofie Hänsler, die sich den kinderlos gebliebenen Titschers  verbunden fühlen, wurde am Haus eine Tafel enthüllt, die an die Geschwister und ihre Herkunft erinnert. Die anschließenden Führungen waren schnell bis in den späten Nachmittag ausgebucht.

Info: Wer kein Glück hatte oder mehr sehen möchte, kann sich beim Gästeamt der Stadt Wangen für eine der Führungen im Herbst anmelden.