Im Rahmen des gemeinsamen Moorschutzprojekts Degermoos von Freistaat Bayern und dem Land Baden-Württemberg beginnen in diesem Jahr die ersten Freilanduntersuchungen im Projektgebiet.
Das Moorschutzprojekt ist Teil des Klimaschutzprogramms 2050 der bayerischen Staatsregierung und des Moorschutzprogramms des Landes Baden-Württemberg. Das Sachgebiet Naturschutz der Regierung von Schwaben ist federführend beim Projekt. Moore haben als natürlicher C02 -Speicher eine besondere Bedeutung für den Schutz des Klimas. Mit der Wiedervernässung von Mooren soll ein positiver Klimaeffekt erreicht werden. Bei den Freilanduntersuchungen werden verschiedene Tiergruppen (unter anderem Vögel, Tagfalter, Libellen, Heuschrecken und Käfer) sowie die Pflanzenwelt und Moose erfasst.
Moorwiese im Degermoos mit Mehlprimeln und Wollgräsern
Weiter werden im Projektgebiet auch Datenerhebungen zum Wasser- und Nährstoffhaushalt sowie zum Zustand der Moorböden durchgeführt. So werden beispielsweise Grabenstrukturen, Wassereinzugsgebiete, die Wasserstände und die Wasserqualität im Moor untersucht. Die Bearbeiterinnen und Bearbeiter der Untersuchungen haben ein Betretungsrecht für das Gebiet. Die Untersuchungen dienen der Vorbereitung von Wiedervernässungsmaßnahmen zum Erhalt des Moorkörpers und von Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung der Artenvielfalt im Degermoos.
Hinweis: Zur Umsetzung der Maßnahmen werden im Gebiet auch geeignete Moor- und Moorwaldflächen angekauft. Bei Interesse erhalten Sie weitere Informationen bei Armin Woll, Telefon 08382/270-342,
Armin.Woll@reg-schw.bayern.de