Gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Lang schnitten die Vertreter des Landes Baden-Württemberg, Ministerialdirigent Andreas Hollatz, Leiter der Abteilung 2, Straßen, Verkehr, Infrastruktur, des Regierungspräsidiums, Rainer Hölz, Leiter der Abteilung Mobilität, Verkehr und Straßen, die Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Benjamin Strasser sowie Mitglieder des Kreistags und des Gemeinderats das Band für die Freigabe der Herfatzer Brücke durch.
Die B32-Ersatzbrücke bei Herfatz ist seit Mittwochvormittag wieder offen. Der Straßenraum zwischen Herfatz und der Einmündung Haidösch folgte wenige Stunden später.
Die äußeren Umstände waren nass und kalt, doch die Freude über die neue Brücke bei Herfatz und die dazugehörige Straßensanierung samt Bau des Kreisverkehrs am Waltersbühl war bei allen Beteiligten zu greifen. Viele Anwohner, besonders aus Herfatz, Leupolz und Karsee, hatten sich zur Freigabe der Brücke eingefunden.
Als Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen begrüßte Rainer Hölz, Leiter der Abteilung Mobilität, Verkehr und Straßen, die anwesenden Gäste. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass das Regierungspräsidium sein Versprechen einhalten konnte, das zu Beginn der Bauzeit gegeben wurde. Mit Stolz könne er deshalb sagen, dass das die Brücke vor Weihnachten 2023 wieder befahrbar ist – also auch vor der Landesgartenschau. Mit der Brücke sei auch schadhafter Straßenbelag auf einer Länge von 1,3 Kilometern erneuert worden. In Kooperation mit der Stadt sei zudem die Bushalttestelle am Ortsausgang von Wangen barrierefrei umgebaut worden. Die schnelle und effiziente Art und Weise, wie die Ersatzbrücke erstellt worden ist, sei beispielgebend für künftige Projekte.
Dem schloss sich der Sprecher des Verkehrsministeriums an. Ministerialdirigent Andreas Hollatz, Leiter der Abteilung 2, Straßen, Verkehr, Infrastruktur, sprach von der großen Herausforderung, vor der Bund und Land stehen mit der Sanierung von 7300 Brücken, die nach und nach notwendig werden. Die Brückensanierung in Herfatz habe Pilotfunktion, wenn nun jährlich 100 Brücken erneuert würden. Die neue Brücke an der B 32 setze als Erstes den „Dezembererlass“ der Landesregierung um. Auf die Widerlager seien zunächst drei Stahlbögen, dann Platten und schließlich Beton aufgebracht worden. Hollatz verband dies mit einem Dank an die Mitarbeiter, die für die Umsetzung zuständig waren.
Für Oberbürgermeister Michael Lang war die Freigabe der Herfatzer Brücke das erfreulichste Ereignis in dieser Adventszeit, weil damit auch ein großes Aufatmen durch die Stadt gehe. Er dankte allen von der Baumaßnahme Betroffenen, den Anwohnern an den Umleitungsstrecken ebenso wie der Geschäftswelt im Waltersbühl, dass sie trotz aller Belastungen positiv mitgemacht haben. Mit dieser Maßnahme seien auch die Sanierung des Straßenraums bis zur Einmündung Haidösch und der Bau des Kreisverkehrs am Waltersbühl gemacht worden. Gerade die Firma Strabag habe in den letzten Tagen noch einmal alles gegeben, um die Öffnung zu ermöglichen. Er dankte allen Firmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes und des Regierungspräsidiums, dass sie ihre Zusage eingehalten und die Baumaßnahme pünktlich abgeschlossen haben.
Bis die Straße komplett frei ist, werde es bis gegen 16 Uhr dauern, hieß es auf Nachfrage. Die letzten notwendigen Markierungsarbeiten müssen noch nachgeholt werden. Das Wetter war einfach zuletzt zu nass gewesen, um alles zu schaffen.
Den ökumenischen Segen sprachen Pfarrerin Dr. Elisabeth Jooß und Pfarrer Dr. Claus Blessing. Dr. Jooß sagte, die Bibel kenne das Wort Brücke nicht, obwohl sie voller Geschichten sei, bei denen es ums Brücken bauen gehe. Der Regenboden sei eine solche Brücke zwischen Gott und den Menschen. Brücken müssten tragen – auch im übertragenen Sinne. Sie könnten helfen Krisen und Mauern zu überwinden. Brückenbauer seien daher Gold wert, sagte sie. Anschließend sprachen beide Pfarrer den Segen über die Brücke und ihre Nutzer.