Gumpiger Donnerstag in Wangen: Aufsagen der Narren, Mäschkerleumzug und am Abend Altstadtglonkere

Kindertanzgruppe auf der Bühne vor dem vollen Marktplatz.
OB Lang verteilt Süßigkeiten am Rand des Umzugs.
Drei Narren und OB Lang mit Narrenkappe.

Es gehört zur Fasnet: Die Narren dürfen die Obrigkeit ein bisschen auf den Hebel nehmen und ihr einige "Sünden" vorhalten. So haben sie es auch 2026 wieder gemacht.

Beim morgendlichen Besuch im Rathaus legten zwei Gueglnarren (Sascha Reichl und Jörg rusch) und Bernd der Bärtige Barde (Bernd Rothacker) gegenüber dem Narrenbaumstellen noch einmal nach. Wenn bald Tempo 30 komme, brauche man von der Wittwais bis nach Mauthaus länger als von Wangen nach Ravensburg. - Wie schön, dass ihm einer aus den eigenen Reihen sagte: "Wer will schon nach Ravensburg?" Es hat sich halt so schön gereimt. 

Aber es gab noch mehr: Sterben und Parken werden in Wangen immer teureer. Man könnte das Sterben einfach abschaffen, wurde da vorgelesen. Wer in Wangen die Kaffeepreise zahlen könne, dem mache auch die Parkgebührerhöhung nichts aus. Dass auf dem Kutterareal endlich gebaut wird, fand bei den Narren großen Anklang. Dabei sei es egal, wer baue. Hauptsache: der Stadteingang sehe endlich gut aus. 

Unter den vielen weiteren Anekdoten gab es eine, die besonders freute: Ncach dem großen Narrentreffen wollten drei Narren zu später Stunde mit dem Zug nach Wangen fahren. Sie erreichten den Zug, doch großes Pech - die Türen waren bereits zu zur Abfahrt. Als den Bahnhof verlassen wollten, stellten sie fest, dass da schon jamnd den Schlüssel herumgedreht hatte. Also mussten sie über Zäune klettern, um wieder in die Freiheit zu gelangen. Wie sie heimkamen wurde nicht verraten. Insider munkeln, dass die Laindauer Zunft kurzfristig ein Fahrzeug samt Chauffeur zum Bahnhof schickte und die drei Herren nach Hause brachte…

Am Nachmittag spielte das Wetter richtig mit. Hatte es über Mittag noch heftigt gewindet und geregnet, so stoppte der Himmel mit dem Beginn des Mäschkerleumzugs. Die Mäschkerle sammelten sich nach ihrer Runde durch die Altstadt und feierten bei bester Laune. Auf dem Marktplatz sammelten sie sich anschließend und hatten viel Spaß beim närrischen Programm, durch das Zunftmitglied Markus Meyer führte. Es wurde eröffnet von den Mini-Dancers der Narrenzunft Kuhschelle weiß-rot, deren jüngstes Mitglied erst 5 Jahre alt ist. 

Am Abend trifft sich närrische Partyvolk in den Kneipen der Altstadt.