Hohe Auszeichnung des Landes für Schwester Bonavita: Ministerpräsident verleiht die Staufermedaille

Schwester Bonavita und Oberbürgermeister Michael Lang. Beide lächeln in die Kamera. OB Lang hält die Urkunde und Schwester Bonavita die Staufermedaille in den Händen.

OB Michael Lang überreicht Schwester Bonavita die Staufermedaille.

Blick in den festlich geschmückten Sitzungssaal, OB Lang spricht vor vielen Menschen, die an Tischen sitzen.

Blick in den festlich geschmückten Saal.

Schwester Bonavita sitzt umgeben von ihren Festgästen an einem festlich gedeckten Tisch. Alle lachen.
Roy Hummel, der Geschäftsführer der Vinzenz von Paul gGmbH überreicht Schwester Bonavita einen Blumenstrauß.

Roy Hummel, Geschäftsführer der Vinzenz von Paul gGmbH, und Schwester Bonavita

Stubenmusik Appelt, 2 Männer und eine Frau sitzen an ihren Instrumenten (Hackbrett, Zitter und Gitarre) und umrahmen die Feier musikalisch.

Stubenmusik Appelt

Schwester Bonavita von den Vinzentinerinnen der Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal ist in Wangen die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen worden. Oberbürgermeister Michael Lang nahm die Ehrung im Namen des Ministerpräsidenten im Rathaus vor. Mit der Ehrung einher ging die Würdigung des über 160-jährigen Engagements der Schwestern aus Untermarchtal in Wangen.

Gebürtig in Löffelstelzen bei Bad Mergentheim war die heute 84-jährige Ordensfrau 33 Jahre lang in verschiedenen Kindertagesstätten der Vinzentinerinnen tätig, denen sie 1962 beigetreten war. 1999 kam sie nach Wangen und ist seither Seele, Gesprächspartnerin, Zuhörerin, Ratgeberin und Trösterin im Seniorenheim St. Vinzenz. Bis heute wendet sie sich den Menschen zu, versteht ihre Nöte und gibt Bewohnerinnen und Bewohnern ebenso wie Angehörigen und Mitarbeitenden Verlässlichkeit und vermittelt ihnen das Gefühl, immer da zu sein, wie OB Lang hervorhob. 

Schwester Bonavita ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Ordensleben keinen Rückzug bedeuten muss, sondern im Gegenteil den Aufbruch in die Welt heißen kann, hieß es in der Begründung des Antrags. So lebt sie bis heute die Werte ihres Glaubens mitten im Alltag. Ihr Wirken ist geprägt von einer tiefen Liebe zu den Menschen und von einer unerschütterlichen Haltung der Barmherzigkeit. Gerade bei der Sterbebegleitung zeigt sich, was diese Barmherzigkeit bedeutet: Die Bereitschaft da zu sein, auch wenn es schwer wird. Sie ist da, bietet spirituelle Begleitung, seelische Fürsorge und liebevolle Präsenz. In der Zeit des Sterbens und Abschiednehmens schafft sie Würde und damit etwas sehr Kostbares. 

Die so Gelobte mochte gar nicht im Mittelpunkt stehen. Deshalb blickte OB  Lang auch auf die langjährigen Verdienste der Ordensschwestern in Wangen. Sie kamen 1863 nach Wangen, um sich dort in der Krankenpflege, in der Kleinkinderschule, in der Mädchenschule und ab 1907 auch in der ERBA um Menschen zu kümmern. In der Spinnerei sorgten sie sich auch um junge Mädchen, die als Arbeitskräfte aus Italien gekommen waren. Auch im „Kinderheim“, wo schon Babys – vergleichbar mit der heutigen Krippe – umsorgt wurden, waren sie tätig.

Weitere Grußworte überbrachten Roy Hummel, Geschäftsführer der Vinzenz von Paul gGmbH, Bruder Pascal für die Katholische Kirche und Pfarrer Dr. Elisabeth Jooß für die Evangelische Kirche. Alle zeigten sich tief beeindruckt vom Leben und Wirken der Ordensschwester. 

Die Feier wurde umrahmt von der Stubenmusik Appelt.