Wenn die Narren und die Obrigkeit beim Zunftmeisterempfang aufeinandertreffen, dann ist immer für Hallo gesorgt. In diesem Jahr ging OB Michael Lang auf die Zunftoberen ein, die ihm beim Narrenbaumstellen am Mittwoch einen kleinen Pinsel überreicht hatten, damit er Tempo-30-Schilder malen könne. Gesagt, getan.
Anscheinend hat es sich OB Michael Lang im Fasnets-Unruhestand nicht nehmen lassen und gemalt. Jedenfalls überreichte er der Narrenzunft ein richtig schönes Tempo-30 Schild – frisch gemalt mit dem kleinen Pinsel, wie er sagte. Und weil die Narren vergessen hatten, zum Empfang der Oberen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischen-Narren (VSAN) eine Musik aufzubieten, überreichte er Zunftmeister Wolfgang Tengler auch noch ein frisch gedrucktes Liederbuch mit den Liedern der VSAN. „So könnt ihr immer singen“, sagte er. Und los ging’s mit dem Anelied und dem Hudellied der Kißlegger Narrenzunft.
Die Gruppe Gehrenberg war in diesem Jahr als Bautrupp vertreten. Angesichts der kommenden Großbaustelle an der B 32 erklärten sie sich als Babyboomer bereit, im Ehrenamt die Bauarbeiten zu unterstützen. Sie würden bis zum Schweineberg eine Kette aus Schubkarren bilden, frei nach dem Motto: Nicht schwätzen, sondern schaffen. Zunftmeister Wolfgang Tengler erhielt einen Bauhelm und eine Warnjacke, damit er den Trupp überwachen könnte. OB Michael Lang übergaben die Sprecher der Gehrenberger einen „Goldbarren“, um die Stadtkasse aufzubessern.
Die Zunftmeister der anwesenden Zünfte überbrachten Geschenke und neckten die Gastgeber. So machte Aulendorf OB Lang kurzerhand zum Ehrenbürger.
Neben den Freunden aus der Partnerstadt La Garenne-Colombes war auch eine Gruppe aus Wil in der Schweiz mit Stadtpräsident Hans Mäder gekommen. Auch Regierungsrat Bruno Damann, Mitglied der Kantonsregierung St. Gallen, verfolgte das bunte Treiben. Mit den Zünften aus Feldkirch und Bludenz war dann auch Dreieck Österreich, Schweiz, Deutschland im Saal komplett.