Die Stadt Wangen hatte gemeinsam mit dem Stadtseniorenrat zum 29. Seniorennachmittag eingeladen – und sehr viele Menschen fühlten sich angesprochen. Der Besuch lohnte sich in vieler Hinsicht.
Es gab Unterhaltsames und Nachdenkliches zu hören, vorgetragen vom Leiter des Ordnungs- und Sozialamts Nicolai Müller und von der Geschichtenerzählerin Anita Häring. Ein Bläserquartett der Jugendmusikschule unterhielt mit schönen Klängen, und Oberbürgermeister Michael Lang berichtete, was es in der städtischen Entwicklung Neues gibt.
Nicht nur das Landesgartenschaugelände entwickelt sich weiter – mit großer Unterstützung der Ehrenamtlichen. Dort gibt es Orte der Kultur und Begegnung. Der Wertstoffhof wird im kommenden Jahr an den Anfang des Parkplatzes Süd verlegt, damit die Anfahrt auch dann möglich ist, wenn der Platz wegen Veranstaltungen voll genutzt ist. OB Lang berichtete vom wirtschaftlichen Erfolg der Landesgartenschau, der vor allem durch die vielen Besucherinnen und Besucher mit Tageskarten zustande kam. Allein von dort kamen 7,8 Millionen Euro an Einnahmen. Weil immer wieder der Verdacht geäußert wird, dass wegen der Vorbereitungen zur Landesgartenschau viele andere Dinge nicht gemacht worden seien, legte er die Bilanz vor: 73 Millionen Euro wurden parallel in die Kindergärten, Schulen und andere Pflichtaufgaben wie die Feuerwehr investiert. „Darauf sind wir stolz“, sagte er und erhielt dafür viel Applaus.
So wird nun in Bälde der städtische Kindergarten im Ebnet in den Kindergarten Pusteblume in den Auwiesen umziehen. Dort präsentierte sich 2024 das Land Baden-Württemberg. „Er ist vermutlich der einzige Kindergarten überhaupt, der schon eine Million Besucherinnen und Besucher hatte, bevor das erste Kind kommt“, sagte OB Lang.
2026 wird es unter anderem weitergehen mit der Aufstockung der Ebnet-Grundschule. Danach wird die Grundschule Neuravensburg erweitert und auch die Ortsverwaltung unter ihrem Dach aufnehmen. Auch die Gemeinschaftsschule bekommt einen Anbau, in dem ein dritter Zug untergebracht werden soll. Der Wohnungsbau im Stadtgebiet läuft weiter, nachdem in den letzten Jahren 830 neue Wohneinheiten von fast 1700 Personen bezogen wurden. Gerade sind in den Auwiesen noch Wohnungen im Bau; für den Sattelweiher und auf dem Hogenberg laufen die Bebauungsplanverfahren. Weitere Baugebiete, beispielsweise an der Leutkircher Straße, sind in Vorbereitung. Der „Lärmaktionsplan“ soll am 24. November im Gemeinderat beschlossen werden. Weitere Verkehrsthemen, Wirtschaftsentwicklungen und anderes führte OB Lang in einem kurzweiligen Vortrag aus.
Die Landfrauen hatten nicht nur 40 Kuchen gebacken, sondern sorgten auch sonst für das Wohl der Gäste. In der Pause, die auf Wunsch der Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr länger ausfiel als gewöhnlich, gab es Raum für Gespräche.
BU: Blick in den Saal beim Seniorennachmittag. Foto: Stadt Wangen / sum