Ein Jahr nach dem Beginn es russischen Angriffskriegs auf die Ukraine findet am Freitag, 24. Februar 2023 eine Solidaritätsbekundung vor dem Rathaus auf dem Marktplatz in Wangen statt.
Organisiert wird die Kundgebung vom „Internationalen Frauenbündnis Wangen“ gemeinsam mit ukrainischen Geflüchteten in Wangen sowie Mitgliedern des Schweigekreises Wangen im Allgäu.
Ab 16 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, gemeinsam ein solidarisches Zeichen zu setzen und an der friedlichen Kundgebung teilzunehmen. Erwartet werden kurze Redebeiträge von Oberbürgermeister Michael Lang, der Landtagsabgeordneten Petra Krebs und Natalia Korkusova.
In Deutschland kommen nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mehr als 70 Prozent der Asylsuchenden aus Kriegs- und Krisengebieten. Mehr als die Hälfte aller Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, kommen aus Syrien, Afghanistan und Irak.
Verglichen mit dem Stand von Ende 2021 sind derzeit 13,6 Millionen Menschen mehr auf der Flucht als im Vorjahr. Einer der Hauptgründe ist die russische Invasion in der Ukraine, die laut Schätzungen der UNO Flüchtlingshilfe etwa 7,9 Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder dazu zwang, ihr Land zu verlassen.
Und um die 5,9 Millionen mussten innerhalb der Ukraine fliehen. Mittlerweile haben mehr als 1,4 Millionen Menschen in der Ostukraine keinen Zugang zu fließendem Wasser und die Energieversorgung ist teilweise völlig zerstört. Lebensmitteln und Medikamente werden immer knapper und die Zahl der Todesopfer steigt von Tag zu Tag.
Anlässlich des enormen Leids des fortdauernden Krieges in der Ukraine und der vielen andauernden Kriege weltweit und deren Auswirkungen, rufen die Organisatorinnen und Organisatoren der Kundgebung zur Solidarität mit den Kriegsopfern und Geflüchteten auf.
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) schätzte Mitte 2022 die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind auf über 100 Millionen. Die Gründe dafür sind vor allem Krieg und Gewalt und führen z.B. in Ländern wie Somalia, Sudan und Afghanistan dazu, dass Geflüchtete oder Binnenvertriebene seit Generationen im Exil leben.