Stadt Wangen schmiedet Pläne für die Unterbringung

Einfache Unterkunft mit Betten

Unser Bild zeigt eine Flüchtlingsunterkunft 2015/16 in der Karderie in der ERBA. Jetzt müsste die Stadt Hallen sperren, wenn sich nicht genug private Unterkünfte finden lassen.

Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der großen Zahl flüchtender Menschen aus diesem Land, rechnet die Stadt Wangen mit noch weit mehr Flüchtlingen. 

Die Entwicklung ist derzeit sehr dynamisch. Prognosen gehen davon aus, das binnen kurzer Zeit mindestens eine Million Menschen aus dem kriegsgeschüttelten Land in Deutschland ankommen könnten. Davon ausgehend rechnet Oberbürgermeister Michael Lang mit „mindestens 400 Personen, die wir aufzunehmen haben und die wir gerne in unserer Stadt unterbringen.“ Seine Rechnung orientiert sich am so genannten Königsteiner Schlüssel, einer Quote, die eine gerechte Aufteilung von Flüchtlingen unter den Bundesländern ermöglichen soll.  Danach kämen 13 Prozent, also rund 130 000 Geflüchtete nach Baden-Württemberg. Für den Landkreis Ravensburg ergäbe das nach der Schlüsselzahl für den Landkreis (3,06 Prozent) knapp 4000 Menschen und für Wangen rund 10 Prozent davon, also 400 Personen.

Stand heute wurden von der Stadt Wangen in Wohnungen bereits zwischen 130 und 150 Personen vermittelt. Noch stehen Angebote für rund 50 weitere Geflüchtete, die privat vermittelt werden können. Nach Abzug aller weiterer Optionen, zu der auch zwei weitere Container des Landkreises gehören könnten, müsste dann für noch mindestens 140 weitere Menschen Platz geschaffen werden. „Wir bewegen uns mit unserer Kalkulation auf nicht gesichertem Grund. Es können durchaus auch deutlich mehr geflüchtete Menschen sein, für die wir sorgen müssen“, sagte OB Lang. 

Mit Blick auf Städte in der Nachbarschaft, die bereits Sporthallen zu Massenunterkünften umgebaut haben, sagte er nach einer Besprechung im Rathaus: „Es kann sein, dass auch wir wieder auf eine Halle zurückgreifen müssen.“ In den Fokus rücken dabei die Stadthalle und die Argensporthalle. Die Verwaltung will nun klären, welche Halle voraussichtlich ab Mai im Schulzentrum am ehesten für diesen Zweck nutzbar wäre, sollte die Notsituation eintreten. 

Hinweis: Sehr gerne nimmt die Stadt Wangen auch weiterhin Angebote für freie Wohnungen entgegen. Wer ein solches Angebot machen kann, kann sich bei Peggy Laue per Email unter peggy.laue@remove-this.wangen.de melden.