Das Engagement der Stadt Wangen und des Altstadt- und Museumsvereins um das Städtische Museum ist jetzt mit dem extra-Preis der Lotto-Gesellschaft und 15 000 Euro honoriert worden.
Die Pressemitteilung der Lotto-Geselslchaft lautet wie folgt:
Museen sind Orte des gesellschaftlichen Austausches mit klugen Konzepten und Mut zu Innovationen: Der Lotto-Museumspreis Baden-Württemberg 2023 geht an das Ludwigsburg Museum im MIK. Geschäftsführer Georg Wacker übergab am Samstag, 25. November, zusammen mit Museumsver bands-Präsidentin Sabine Mücke die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung an die Gewinner. Den eXtra-Preis in Höhe von 15.000 Euro erhielten die Städtischen Museen Wangen im Allgäu. Ludwigsburgs Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht sowie Michael Lang, Oberbürgermeister in Wangen im Allgäu, freuten sich bei der Preisverleihung vor Ort über die Ehrung.
„Die Museen in Baden-Württemberg decken eine unglaublich breite thematische Vielfalt ab. Sie sind generationsübergreifende Begegnungs- und Erlebnisräume, die unser kulturelles Leben bereichern", sagte Georg Wacker, Geschäftsführer von Lotto Baden-Württemberg. ,,Die beiden Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie Museen die Gesellschaft fordern und fördern. Mit der Auszeichnung möchten wir als Unterstützer der Kunst und Kultur im Land unsere Wertschätzung für diese wichtige Aufgabe zum Ausdruck bringen."
Ein Ort des offenen Austausches zu sein, darauf legt das Ludwigsburg Museum großen Wert. Mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher haben sich die Ausstellung, die mit überraschenden Blicken auf die Stadt punktet, angesehen. ,,Obwohl das Museum kein sehr großes Museum ist, hat es mit seiner ständigen Ausstellung die wesentlichen Aspekte der Planstadt Ludwigsburg in einem klaren Konzept und in einer dazu passenden Gestaltung überaus anregend und ansprechend umge setzt. Das Museum fragt nach Ideen und Visionen für die Gestaltung der Stadt, nach deren Urhebern und auch nach denen, die diese Pläne durchkreuzten. Das Publikum ist eingeladen, eigene Wege durch die Ausstellung zu erkunden und sich eigene Bilder von der Stadt zu machen. Und das funk tioniert ganz hervorragend", erklärte Jury-Mitglied und Leiterin des Altonaer Museums in Hamburg Prof. Dr. Anja Dauschek bei der Preisverleihung.
Der Lotto-Museumspreis wird seit 2015 vergeben und stellt das Engagement nichtstaatlicher Museen in Baden-Württemberg ins Rampenlicht. ,,Die Anerkennung des Museumsverbands und von Lotto Ba den-Württemberg bestätigt mein Team und mich, unsere engagierte Arbeit für unser Haus und unser Publikum fortzusetzen. Wir sind Teil der Familie der Stadtmuseen, die vielerorts Stadtgesellschaften interessante Foren bieten und wie wendige Lotsenboote den musealen Wandel mitgestalten. Danke an alle Mitstreiter und Weggefährten!", freute sich Dr. Alke Hollwedel, Leiterin des Ludwigsburger Mu seum, über den Preis.
extra-Preis für Städtische Museen Wangen im Allgäu
Der eXtra-Preis ging an die Städtischen Museen Wangen im Allgäu. In mittelalterlichen Gebäuden, die durch ehemalige Wehrgänge verbunden sind, ist dort eine kleine Museumslandschaft entstanden. In mühevoller Kleinarbeit wurde die Sammlung der Stadt gesichtet, sortiert und hergerichtet. Über 6000 Objekte sind nun digitalisiert und damit für die Allgemeinheit zugänglich. ,,Den Kern eines jeden Mu seums macht die eigene Sammlung aus - und es gilt die Objekte zu erforschen, für die Nachwelt zu bewahren und wenn möglich immer wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren und damit Geschichte und Kultur zu vermitteln", betonte Martina Meyr, Jury-Mitglied und Vizepräsidentin des Museumsver bandes Baden-Württemberg, in ihrer Laudatio. In Wangen im Allgäu habe man es in vorbildlicher Weise geschafft, die Sammlung aus unterschiedlichen Museen, die räumlich verbunden sind, aber bisher getrennte, dezentrale Depots hatten, zusammenzuführen.
Rund 60 Museen hatten sich um den Lotto-Museumspreis 2023 insgesamt beworben. Zwei von ihnen wurden jetzt ausgezeichnet. ,,Die diesjährigen Preisträger haben innovative Wege aufgezeigt ihre Häuser für neues Publikum zu öffnen und ihre Sammlungen dem Publikum zugänglich zu machen.
Damit sind sie ganz im Sinne des Lotto-Museumspreises beispielhaft, da sie über ihre Arbeit nachge dacht haben und nötige Entwicklungen und Transformationen auf den Weg gebracht haben", lobte Sabine Mücke, Präsidentin des Museumsverbandes Baden-Württemberg.