Was wir über die Wangener Jungstörche 2026 wissen

Ein Storch steht auf einem Dach und beobachtet vier Jungvögel in einem Nest. Der Himmel ist blau mit wenigen Wolken. Das Dach ist mit Schindeln bedeckt.

Kinderstube auf dem Rathausdach.

Ein älterer Mann hält einen Storch in der Hand, während er auf einer grünen Wiese steht. Im Hintergrund sind Bäume und eine natürliche Umgebung sichtbar. Der Storch wirkt ruhig und wird vorsichtig gehalten. Ein Karton liegt im Vordergrund.

Storchen-Experte Georg Heine entlässt Friedrich nach eingehender Pflege durch Vogelexperte Gerhard Lang (beide NABU) in die Freiheit.

Gute Nachrichten aus der ehemaligen Storchenkinderstube auf dem Rathaus: allen Jungstörchen geht es gut. Vier von ihnen überwintern im sonnigen Süden. Lediglich von einem Vogel verlor sich die Spur, wie Gerhard Lang vom NABU mitteilt.

Anfang Juni hatte die Wangener Feuerwehr die Storchenbeauftragte im Regierungsbezirk Tübingen, Ute Reinhard, mit der Drehleiter zum Storchennest befördert, damit sie die Tiere wiegen und mit einem Ring versehen konnte. „Der Ring ist quasi der Personalausweis der Vögel“, sagt Gerhard Lang. Doch nicht nur einen Ring bekamen die Tiere mit auf den Weg. Spezialist Georg Heine versah jeden der Störche mit einem 22 Gramm leichten Sender. Alle zwei Stunden schicken die Sender den aktuellen Standort. Über die App „Animal Tracker“ und das Programm „Movebank“ erhalten sie alle zwei Stunden die Informationen. Die Energie beziehen die Sender über Minisolarzellen, wie Georg Heine sagt. Die gesammelten Daten werden bei der Vogelwarte Radolfzell, also dem Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie mit der Zentrale für Tiermarkierungen, gesammelt.

Und so wissen die Experten sehr exakt, auf welchen Routen die Rathausstörche mit Namen AKT48 Friedrich, AKT49 Fritz und AKT50 Freya unterwegs waren. Dasselbe gilt für AKT52 Ludwig. Er ist der einzige, vom Nest über dem Milchpilz verbliebene Jungstorch. Lediglich von AKT51 Frieda verlor sich die Spur am Elitzer See, wie Gerhard Lang vom NABU schreibt. 

Die letzten Daten von den Störchen:
AKT48: Friedrich: 18. August 2026: San Jose des Valle (Spanien);
AKT49: Fritz: 26. September 2026, Nähe Casablanca (Marokko);
AKT50: Freya: 9. Oktober 2026: Süden des Ebro-Deltas (Spanien);
AKT51: Frieda: 12. Juli 2026: Elitzer See.
AKT52: Ludwig: 16. August 2026: Caravacca de la Cruz (Spanien).

Gründe, weshalb keine Daten mehr aufgefangen werden gibt es mehrere: Beispielsweise gibt verbinden sich die Sender mit einem Funksystem, das im Norden von Afrika nicht verbreitet ist. Es gibt also keine Empfänger, die die Nachrichten aufnehmen und ins Internet einspeisen könnten, wie Georg Heine mitteilt.
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